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Erfolg von Crash-Autoren : Das düstere Geschäftsmodell der falschen Propheten

„Unsere Prognosen sind eingetreten“, sagt Bestsellerautor Marc Friedrich heute. Die Kritik lässt ihn kalt. Bild: Verena Müller

Mit schaurigen Untergangsvorhersagen erreichen Crash-Autoren ein Massenpublikum. Jetzt fühlen sie sich bestätigt. Zu Recht?

          6 Min.

          Es geht bergab. Eine Betonrampe führt zu dem unterirdischen Saal eines Berliner Kulturzentrums. Im schummrigen Licht fühlt man sich wie auf dem Weg in einen Luftschutzbunker; passend zu dem Thema, über das hier geredet werden soll: „der nächste Crash als Chance“. Heute, am 7. Februar, ist der nächste Crash nichts weiter als eine Denkübung für die Teilnehmer der Konferenz, zu der das „Netzwerk Plurale Ökonomik“ geladen hat. Corona ist an diesem grauen Wintertag nur ein Problem der Chinesen. Dass das Virus schon bald die gesamte Welt in eine Krise stürzen wird, ahnt niemand hier im Saal.

          Maja Brankovic
          Redakteurin in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, zuständig für „Der Volkswirt“.
          Johannes Pennekamp
          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaftsberichterstattung, zuständig für „Die Lounge“.

          Auch Marc Friedrich weiß das nicht. Allerdings predigt er seit Jahren, dass der große Knall vor der Tür steht. Diese Prognose allein ist wenig spektakulär. Schließlich knallt es immer wieder mal, das hat die Geschichte gezeigt. Doch Friedrich will wissen, wann genau es so weit sein wird: spätestens 2023. Das hätten seine „Modellberechnungen“ ausgespuckt. Als gäbe es eine wasserdichte Formel für die nächste Krise.

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