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Coronavirus : Telekom schickt Handydaten an Robert-Koch-Institut

  • Aktualisiert am

Bild: dpa

Die Deutsche Telekom will das Robert-Koch-Institut bei der Eindämmung der Pandemie unterstützen. Das Unternehmen macht den Forschern Handydaten in anonymisierter Form zugänglich.

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          Die Deutsche Telekom hat dem Robert-Koch-Institut (RKI) anonymisierte Kundendaten zur Erforschung der Verbreitung des Coronavirus zur Verfügung gestellt. Wissenschaftler würden mit den Informationen Bewegungsströme abbilden, um Prognosen über die Ausbreitung von Covid-19 in Deutschland zu treffen, sagte eine Telekom-Sprecherin am Mittwoch. Die Informationen ließen sich auf Bundesländer- wie auch Kreisebene herunterbrechen.

          Das Verfahren zur Datenübergabe wurde der Telekom zufolge zusammen mit den Datenschutzbehörden entwickelt und 2015 von der Bundesdatenschutzbeauftragten abgenommen. Es handelt sich demnach nicht um individuelle Informationen, sondern um Massendaten, die keine Rückschlüsse auf den einzelnen Nutzer oder auch Infizierten ermöglichen.

          Laut der Sprecherin wurden am Dienstagabend einmalig Daten im Umfang von fünf Gigabyte an das RKI übermittelt. „Das ist eine Sondersituation. Wir helfen gern und unentgeltlich“, sagte die Sprecherin. Ob es weitere Datenlieferungen geben werde, müsse sich noch zeigen.

          Auch in Österreich gibt der Branchenprimus A1, der zu Telekom Austria gehört, Daten weiter. A1 biete gemeinsam mit Invenium, einem Spin Off der TU Graz, Bewegungsanalysen an, die aus vollständig anonymisierten Daten mittels Algorithmen errechnet würden, teilte das Unternehmen mit.

          Heinz Wieler: Präsident des Robert-Koch-Instituts
          Heinz Wieler: Präsident des Robert-Koch-Instituts : Bild: dpa

          Das Robert-Koch-Institut hat das Vorgehen verteidigt. Man brauche die Daten, um die Wirkung der von der Regierung beschlossenen Instrumente zu analysieren, sagt RKI-Chef Lothar Wieler. So könne man einschätzen, ob die Menschen nun weniger reisten und unterwegs seien. Er betont ebenfalls, die Daten seien zusammengefasst und anonymisiert. Sie seien auch allgemein käuflich, das RKI bekomme sie aber von der Telekom unentgeltlich.

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