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Vor Start der ITB : Wie das Coronavirus der weltgrößten Reisemesse zusetzt

Touristenmassen auf dem Markusplatz: So sieht es normalerweise in Venedig aus, das Coronavirus hält Urlauber aber derzeit fern. Bild: Picture-Alliance

Bislang galt Sars-Cov2 vor allem als asiatisches Thema. Nun wird das Coronavirus für die Reisebranche zum immer drängenderen Thema. Und das ist nicht das Einzige, was der Tourismusindustrie Sorgen bereitet.

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          In einer Woche soll in Berlin die größte Reisemesse der Welt, die ITB, eröffnen. Doch sie wird zur Sorgenschau der Tourismuswirtschaft. Vornean stehen Sorgen über die Ausbreitung des Coronavirus (Sars-Cov2), die Urlauber Pläne und die Wahl von Zielen überdenken lässt. Zuvor hatten über Jahre Umstürze im arabischen Raum, Terroranschläge und diplomatische Misstöne aus der Türkei Urlauberströme beeinflusst. Zudem zeigen sich die langfristigeren Folgen, dass 2019 der zweitgrößte und älteste Reiseveranstalter, Thomas Cook, in der Insolvenz unterging.

          Timo Kotowski

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Probleme gibt es auch andere: Auf dem deutschen Markt verdecken aktuell opulente Wachstumszahlen einzelner Anbieter nach dem Cook-Aus, dass es für Reiseveranstalter und ihr Kernprodukt Pauschalreise in Summe mäßig läuft. TUI-Deutschland-Chef Marek Andryszak hatte in der F.A.Z. schon prognostiziert: „Die Reisebranche insgesamt wird wohl die Buchungszahlen des Vorjahres nicht ganz erreichen.“ Ein Teil der ehemaligen Cook-Kundschaft scheint für die Pauschalreiseanbieter verloren. Erfahrungen mit der Insolvenz 2019 und dem Flugchaos 2018 sowie der wachsende Wunsch, Ferien individueller zu gestalten, tragen dazu bei.

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