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Corona-Epidemie in China : Ein Virus bedroht die Weltwirtschaft

  • -Aktualisiert am

Auf einsamer Flur: Ein Krankenhausmitarbeiter in der Stadt Yichang Bild: Reuters

Auf der ganzen Welt herrschen Besorgnis und Unsicherheit darüber, wie stark das Coronavirus noch unseren Alltag beeinflussen wird. Hier sind fünf Gründe, warum die Epidemie ernstere Folgen für die Weltwirtschaft haben wird als sein Vorgänger Sars.

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          Alle Aussagen zu den weltwirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus gleichen derzeit dem Schuss auf ein bewegliches Ziel: Weder kann man sagen, dass die Ansteckungswelle trotz drastischer Quarantäneaktionen in allen betroffenen Ländern und China selbst ihren Höhepunkt überschritten hat, noch steht bereits ein wirksamer Impfstoff zur Verfügung, mit dem sich die weitere Ausbreitung eindämmen ließe. Auf der ganzen Welt herrschen Besorgnis und Unsicherheit darüber, ob es der chinesischen Staatsführung nach anfänglichen Beschwichtigungsversuchen gelingt, so wie 2002/03 während der Sars-Epidemie die Bevölkerung schnell von ihrer Handlungsfähigkeit zu überzeugen. Gelänge ihr das nicht, könnte das Coronavirus am Ende nicht als vorübergehenden Störfaktor in der Wirtschaftsdynamik Chinas wirken, sondern als tiefer wirtschaftlicher und gesellschaftspolitischer Schock, den zu tilgen es längere Zeit brauchte als innerhalb eines Jahres wie 2003.

          Schon erkennbar ist, dass das Coronavirus die Weltwirtschaft deutlich stärker tangiert als das Sars-Virus. Dafür gibt es fünf Gründe.

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