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Unternehmen : Die digitale Hauptversammlung rückt näher

In diesem Jahr werden die Stühle wohl leer bleiben auf den großen Hauptversammlungen. Bild: dpa

Ende März fängt eigentlich die Hauptversammlungssaison in Deutschland an. Was tun? In Berlin wird jetzt über die rein digitale Hauptversammlung nachgedacht.

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          Offenbar rückt die Möglichkeit, eine rein digitale Hauptversammlung durchführen zu können, näher. Wie die F.A.Z. erfuhr, wird darüber im politischen Berlin bereits nachgedacht. Als Vorbild könnte dabei die Schweiz dienen. Im Zuge der Corona-Viruskrise hatten die Eidgenossen die rechtlichen Vorgaben für Aktionärsversammlungen dahingehend geändert, dass eine Anwesenheit von Aktionären nicht mehr notwendig ist, die Möglichkeit zur Aussprache damit entfallen kann. Diese Regelung ist seit dieser Woche in Kraft.

          Inken Schönauer
          Redakteurin in der Wirtschaft, verantwortlich für den Finanzmarkt.

          Der Pharmakonzern Roche hat davon direkt Gebrauch gemacht und die Hauptversammlung am 17. März stattfinden lassen. Roche hatte bereits am 10. März die Aktionärinnen und Aktionäre aufgefordert, ihre Stimmen an unabhängige Stimmrechtsvertreter zu übertragen. Auf diese Weise gelang es, die vorgeschlagene Verwendung des Bilanzgewinns zu beschließen. Roche-Aktionäre bekommen damit die vorgeschlagene Dividende von 9 Franken pro Anteilschein Es ist die 33. Dividendenerhöhung in Folge. Es wird erwartet, dass weitere Schweizer Unternehmen, wie beispielsweise ABB, dem Beispiel folgen.

          In Deutschland reiht sich demgegenüber ein Haupversammlungsaufschub an den nächsten. Neu dazu gekommen sich jetzt noch Merck, BASF und RWE. Viele weitere dürften folgen. Ohne den Beschluss einer Hauptversammlung ist es nicht möglich, eine Dividende zu zahlen. Nach deutschem Recht sind die Aktionärsversammlungen zwingend Präsenzveranstaltungen.

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