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Kursrutsch an der Börse : Angst vor dem Coronavirus drückt Dax um fünf Prozent

  • Aktualisiert am

Für Verdachtsfälle des Coronavirus: Aufgeklappte Feldbetten in einer Turnhalle auf dem Frankfurter Flughafen. Bild: Helmut Fricke

Die Angst vor dem Coronavirus hält die Anleger weiter fest im Griff. Ein Ende der Kursverluste ist nicht in Sicht.

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          Die Angst vor dem Coronavirus hält die Anleger weiter fest im Griff. Der deutsche Standardwerteindex Dax verminderte sich am Freitag um mehr als fünf Prozent auf weniger als 12.000 Punkte. Anteile am Halbleiterhersteller Infineon und dem Rückversicherer Munich Re verbilligten sich um teilweise fast 7 Prozent, der Kurs der Wirecard-Aktie verminderte sich um 6 Prozent. Mit einem Verlust von mehr als 12 Prozent seit dem vergangenen Freitag verzeichnet der Dax damit die schwärzeste Woche seit Beginn der Griechenland-Schuldenkrise im Sommer 2011.

          Der Ölpreis ermäßigte sich ebenfalls weiter – ein Fass der Sorte Brent kostete im Freitagshandel mit 50 Dollar etwa 3,4 Prozent weniger als am Tag zuvor. Schon am Donnerstag sank diese Notierung um mehr als 4 Prozent auf den niedrigsten Stand seit mehr als einem Jahr. Bundesanleihen mit zehnjähriger Laufzeit rentierten mit minus 0,6 Prozent. Der M-Dax der mittelgroßen deutschen Börsenwerte fiel um 4,51 Prozent auf 25.015 Punkte. Der Euro Stoxx 50 als Leitbarometer der Eurozone verlor ebenfalls rund 5 Prozent.

          Schon am Donnerstag gab der Dax um mehr als 3 Prozent nach. An der Wall Street in New York büßte der Dow-Jones-Index im Tagesverlauf fast 1.200 Punkte ein und schloss unter der Marke von 26.000 Punkten auf dem tiefsten Stand seit August 2019. In dieser Woche liegt der Index ebenfalls schon mehr als 11 Prozent im Minus.

          DAX ®

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          Die Kurskorrektur hat auf der ganzen Welt inzwischen die Marktkapitalisierung an den Aktienmärkten um mehr als 3 Billionen Euro verringert. Unter Investoren setze sich die Erkenntnis durch, dass die Coronavirus-Epidemie viel schlimmer sei als zunächst gedacht – mit entsprechenden Folgen für die Wirtschaft, sagte Anlagestratege Philip Marey von der niederländischen Rabobank.

          Daher warnten immer mehr Unternehmen vor den Folgen der Epidemie. Nach Apple kappte mit Microsoft das zweite amerikanische Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von mehr als einer Billion Dollar seine Geschäftsziele. „Nicht einmal die Elite ist immun gegen das Virus“, sagte Analyst Brent Thill von der Investmentbank Jefferies. Microsoft-Aktien fielen am Donnerstag um mehr als 7 Prozent im Kurs.

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