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Antidepressiva und Co. : Doping für das Homeoffice

Noch schnell einen Espresso vor der Zoom-Konferenz: Der Kaffeekonsum hat im Corona--Jahr 2020 zugenommen. Bild: Cultura RM/Masterfile

Viel Kaffee, billiger Wein, mehr Schlafmittel und Antidepressiva: Wie sich die Deutschen das Dauer-Homeoffice erträglich machen.

          2 Min.

          Millionen Deutsche sitzen im Homeoffice, jetzt schon wieder drei Monate am Stück. Es gibt in dieser Krise schlimmere Probleme. Aber auf die Dauer und als Zwangsmaßnahme zehrt diese Form der Erwerbsarbeit an Nerven, Kreativität und Leistungskraft. Das gibt es in unterschiedlichen Ausprägungen. Die einen hetzen von einer Zoom-Sitzung in die nächste, schaffen es zwischendurch kaum aufs Klo, geschweige denn zu einem Spaziergang nach draußen. Die anderen langweilen sich, fühlen sich nutzlos. Und Mütter und Väter, die sich bei geschlossenen Schulen und Kitas tagsüber um ihre Kinder kümmern müssen, legen häufig Nachtschichten ein.

          Sebastian Balzter

          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Die neue Arbeitswelt führt, wen wundert es, zu Veränderungen im Konsumverhalten: Wachmacher und Seelentröster aller Art sind gefragt. Der Kaffeeverbrauch zum Beispiel ist im Corona-Jahr 2020 gestiegen, obwohl Restaurants und Cafés monatelang geschlossen waren und auch die Kaffeemaschinen in den Bürogebäuden des Landes unterdurchschnittlich genutzt wurden.

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