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Bilanz : Wer von der Mehrwertsteuersenkung profitiert

Bei alkoholischen und nicht-alkoholischen Getränken spürte man die Mehrwertsteuersenkung im Preis. Bild: Amadeus Waldner

Im Supermarkt profitieren die Deutschen von der Mehrwertsteuersenkung. An den Tankstellen zumindest nicht so viel. Was heißt das am Ende für den Geldbeutel?

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          Seit gut vier Monaten ist die Mehrwertsteuer in Deutschland jetzt herabgesetzt: Zeit für eine Bilanz. Haben Händler und sonstige Unternehmen die Steuersenkung an die Verbraucher weitergegeben oder eher als Krisenhilfe für sich selbst einbehalten?

          Christian Siedenbiedel

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Das Ifo-Institut präsentierte am Montag eine Studie, derzufolge in den Supermärkten sogar eine ungewöhnlich weitgehende Weitergabe der Steuersenkung erfolgt sei. „Es zeigt sich, dass die Steuersenkung zu einer Senkung der Preise um durchschnittlich 2 Prozent geführt hat – das entspricht einer vollständigen Weitergabe“, schreiben die Autoren Clemens Fuest, Florian Neumeier und Daniel Stöhlker. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) jubelte, die Steuersenkung komme bei den Bürgerinnen und Bürgern an: „Die Preise sind spürbar gesunken, vor allem im Supermarkt, wo wir uns alle mit dem eindecken, was wir täglich zum Leben brauchen.“ Zum 1. Juli war der reguläre Satz der Mehrwertsteuer von 19 auf 16 und der ermäßigte von 7 auf 5 Prozent herabgesetzt worden. Die Regelung ist bis zum 31. Dezember befristet.

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