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Gute Nachfrage aus dem Ausland : Deutsche Industrie mit unerwartetem Auftragsplus

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Ein Mitarbeiter in der Produktion von Daimler in Sindelfingen. Hier wird die S-Klasse gebaut. Bild: dpa

Trotz der zweiten Corona-Welle verzeichnet die deutsche Industrie mehr Aufträge. Die Nachfrage aus dem Ausland ist so stark, dass sie die Flaute im Inland ausgleichen konnte.

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          Die deutsche Industrie hat im Januar ungeachtet der zweiten Corona-Welle überraschend viele Aufträge an Land gezogen. Die Bestellungen wuchsen wegen der besseren Auslandsnachfrage um 1,4 Prozent zum Vormonat, wie das Bundeswirtschaftsministerium am Freitag mitteilte.

          Von Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit einem halb so starken Anstieg von 0,7 Prozent gerechnet. Im Dezember hatte es noch einen Rückgang von revidiert 2,2 Prozent gegeben –den ersten nach zuvor sieben Anstiegen in Folge. Gemessen am Februar 2020, dem Monat vor Beginn der Einschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie, liegen die Bestellungen nun um 3,7 Prozent höher.

          Der im November begonnene und später verschärfte Lockdown macht in erster Linie Gastronomen, Dienstleistern und Innenstadthändlern zu schaffen. Die Industrie kann darauf bauen, dass das Auslandsgeschäft mit der erwarteten Erholung der Weltwirtschaft stärker in Schwung kommen dürfte.

          Im Januar legten die Exportaufträge um kräftige 4,2 Prozent zu, die aus Deutschland sanken hingegen um 2,6 Prozent. Dabei wuchsen die Bestellungen aus der Euro-Zone um 3,9 Prozent, während die aus dem restlichen Ausland sogar um 4,4 Prozent stiegen. Gefragt waren vor allem Investitionsgüter wie Maschinen und Fahrzeuge. Hier zog die Nachfrage zu Jahresbeginn um insgesamt 3,3 Prozent an.

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