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Pauschale Corona-Warnung endet : Was wird nun aus dem Winterurlaub?

Im Winter auf die Malediven? Bild: dpa

Von Oktober an will der Bund nicht mehr pauschal vor Reisen in 160 Länder warnen, sondern differenzierter vorgehen. Ist die Reisebranche damit zufrieden? Und auf welche Ziele dürfen Urlauber hoffen? Das sind die wichtigsten Antworten.

          5 Min.

          Was ändert sich von Oktober an?

          Bislang ist großes Warnen angesagt: Für rund 160 Länder gilt eine pauschale Reisewarnung. Zum Oktober will das Auswärtige Amt auf ein individuelles System für jedes Zielland umstellen. Abhängig vom Infektionsgeschehen und den Rahmenbedingungen vor Ort soll dann vor Reisen gewarnt, von Reisen dringend abgeraten oder lediglich zu besonderer Vorsicht geraten werden. Solch ein Stufensystem war vor der Corona-Krise üblich, es griff auch in der Bewertung der Folgen von Naturkatastrophen sowie der Terrorrisiken. Künftig gilt also: Es gibt weniger pauschales Warnen. Allerdings hat die Bundesregierung deutlich gemacht: Für Länder, die als Risikogebiet ausgewiesen sind – gelte „die Reisewarnung für nicht notwendige, touristische Reisen grundsätzlich fort.“ Dies betrifft die Mehrzahl der Staaten außerhalb der EU.

          Gibt es dann wieder Fernreisen?

          Timo Kotowski

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Ein großes Angebot ist vorerst nicht zu erwarten. Für den Marktführer TUI hatte der Vorstandsvorsitzende Fritz Joussen schon gesagt, dass man Reisen auf andere Kontinente bestenfalls selektiv anbieten werden.  Hinter dem vorsichtigen Vorgehen steckt, dass die Zahl der Reisewarnungen zwar sinken wird, aber weiter groß bleiben dürfte. Eine  Nachfrage nach Fernzielen ist nicht zu erwarten, viele Kunden sind nach Monaten mit Corona-Schlagzeilen verunsichert. Außerdem müssten erst Flüge neu aufgelegt werden. Groß ist dabei das Risiko, Flüge anzubieten, die dann nicht ausgelastet wären und zu einem Verlustbringer würden.

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