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Streifzug durch die Hauptstadt : Paris – leer, schön, gespenstisch

Der Eiffelturm in Paris Bild: Christian Schubert

Das Coronavirus zwingt die Bewohner der französischen Metropole, sich mit dem Nötigsten zu begnügen. Weiter als einen Kilometer von seinem Wohnort darf man sich nicht entfernen. Ein Bericht aus den stillen Straßen von Paris.

          5 Min.

          Selten war es so leicht, den Triumphbogen zu umfahren. Die zwölf Sternstraßen, die dort zusammentreffen, sind ebenso frei wie der große Kreisverkehr. Kein Auto, das von links oder rechts den Weg abschneidet. Es läuft rund. Ohne Straßenlärm und im hellen Licht kommt das Bogenmonument voll zur Geltung. Eigentlich soll das von Napoléon Bonaparte entworfene Denkmal der Republik in diesem September eine ganz andere Erscheinung erhalten: Der Künstler Christo darf den Triumphbogen für zwei Wochen einpacken. Doch das war vor der Coronavirus-Krise beschlossen worden. Wer weiß heute schon, was im September in Paris möglich sein wird?

          Christian Schubert

          Wirtschaftskorrespondent in Paris.

          Die französische Hauptstadt ist an diesem Mittwochnachmittag so leer gefegt wie sonst nur an einem sehr frühen Sommermorgen. Blauer Himmel, klare Luft, doch so weit man blickt kaum eine Menschenseele. Am Fuße des Triumphbogens plaudern eine Frau und drei Männer in Uniform. Sonst warten die Vertreter des „Komitees der Flamme“ jeden Abend 100 Meter entfernt auf den Champs-Elysées an der Ecke zur Rue de Tilsitt auf den Beginn ihres Anmarsches zum Triumphbogen, wo sie eine Zeremonie für das Gedenken an die Kriegsgefallenen und damit an die Nation abhalten.

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