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Corona-Strategie : Mehr Technik wagen!

Österreich: Ein Mann hält einen Corona-Selbsttest in der Hand. Bild: dpa

Nachverfolgung, Virenbekämpfung - im Kampf gegen die Pandemie muss es um mehr gehen als um Lockdown und Impfung.

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          Die deutsche Wirtschaft hat in der Corona-Pandemie bewiesen, wozu sie imstande ist. Dass die Welt heute über mehrere Impfstoffe im Kampf gegen das Coronavirus verfügt, ist zu einem guten Teil auf Forschung und Entwicklung „made in Germany“ zurückzuführen.

          Der Zweiklang aus Lockdown und Impfhoffnung hat jedoch die öffentliche Debatte versanden lassen, wie die Corona-Strategie etwa durch den Einsatz von Technik flankiert werden kann. Gute Beispiele gibt es: Der Technologiekonzern Heraeus hat im November Busse in Hanau mit keimtötenden UV-Lampen ausgestattet.

          Warum sind Schulen, Kitas und viele andere Begegnungsstätten damit nicht flächendeckend ausgerüstet? Zudem brauchen wir für die angestrebten Lockerungen neue Wege, um Infektionsketten nachzuverfolgen, da die mit viel Tamtam eingeführte Corona-App zum Flop zu werden droht.

          Natürlich müssen stets die nötigen Sicherheitsvorgaben eingehalten werden. Doch manches scheitert auch am deutschen Perfektionismus. In der Softwarebranche ist es ein gängiges Verfahren, mit einer 80-Prozent-Lösung an den Markt zu gehen, die im laufenden Betrieb optimiert wird.

          Im Kampf gegen die Pandemie spielt Schnelligkeit eine große Rolle. Deshalb müssen wir mehr Testfälle aus den Unternehmen zulassen.

          Sven Astheimer
          Verantwortlicher Redakteur für die Unternehmensberichterstattung.

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