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Krankenhäuser : RKI entwickelt Echtzeit-Überblick für Intensivbetten

Das RKI will einen besseren Überblick über die Zahl und Auslastung der Intensivbetten in Deutschland erhalten. Bild: dpa

Bisher gibt es nur Schätzungen darüber, wie die Intensivbetten der Krankenhäuser ausgelastet sind. Das will das Robert-Koch-Institut nun mit einer neuen Plattform ändern. Diese soll schon sehr bald zur Verfügung stehen.

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          Ende der Woche könnten Mediziner, Behörden und die Öffentlichkeit endlich einen Überblick darüber haben, wie viele Intensivbetten und Beatmungsgeräte es in Deutschland gibt und in welchen Krankenhäusern sie stehen. Diese Zahlen sind entscheidend für die Versorgung von Covid-19-Patienten, bei denen das Coronavirus zu einer Lungenkrankheit geführt hat.

          Christian Geinitz
          Wirtschaftskorrespondent in Berlin

          Nach Informationen der F.A.Z. hat das Robert-Koch-Institut mit der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) und den Softwareunternehmen SAS und Prodyna das Divi-Intensivregister so ausgebaut, dass es in Echtzeit einen genauen Überblick über belegte und freie Betten ermöglicht. Die neue „Informations- und Prognoseplattform“ erlaubt Vorhersagen für die künftige Auslastung – zumindest 24 Stunden im Voraus, was in Zeiten der Pandemie lebensentscheidend sein kann.

          Keiner hat einen Überblick

          Die oft genannte Zahl von 28.000 Intensivbetten stammt aus dem Jahr 2017 und beschreibt die Planbetten, nicht die tatsächlich vorhandenen. Das Bundesgesundheitsministerium unter Jens Spahn (CDU) hat die Krankenhäuser aufgefordert, die Menge zu verdoppeln. Nach Schätzung des Präsidenten der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, gibt es 40.000 Intensivbetten, von denen bis zu 20.000 frei seien.

          Doch diese Zahl kann man weder in der Divi noch im Robert-Koch-Institut bestätigen. „Die Angaben lassen sich nicht belegen, da niemand einen Überblick über die tatsächlichen Kapazitäten und die Belegung hat“, sagt der Epidemiologe Linus Grabenhenrich, der dort die Datenerforschung leitet. „Genau das kann erst die neue Plattform leisten.“

          Seit der Neugestaltung des Intensivregisters beobachtet Grabenhenrich, dass sich immer mehr Kliniken dort registrieren lassen, derzeit 1022. Damit man eine Vollübersicht habe, müssten sich aber alle Krankenhäuser mit Intensivstationen auf der Plattform registrieren lassen, fordert der Fachmann.

          Er setzt darauf, dass das Bundesgesundheitsministerium per Eilverordnung alle Kliniken zur Mitnahme verpflichtet. Sobald das der Fall sei, bestenfalls bis Ende der laufenden Woche, habe man die nötige Übersicht – zum Wohle der Patienten und für eine bessere Planbarkeit und höhere Personal- und Geräteeffizienz im Gesundheitswesen.

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