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Rezession : Corona macht die Chefs krank

Blick auf die Bürotürme in Manhattan Bild: dpa

Die Corona-Krise nimmt auch die Vorstandschefs mit: Sie sterben früher, wenn ihre Amtszeit in eine Rezession fällt.

          2 Min.

          Wirtschaftskrisen schaden der Gesundheit. Auch in der Corona-Pandemie wird das nicht anders sein: Nicht nur das Virus selbst ist eine Gefahr für die Gesundheit, sondern auch die dadurch entstehende Rezession. Manchem geht das Geld aus, das sorgt für Stress. Arbeitslosigkeit ist sogar dann schlecht für die Gesundheit, wenn es am Geld nicht mangelt. Ohne Arbeit fehlen soziale Kontakte und eine Struktur im Tag. Manchem fehlt ohne Arbeit auch ein Teil des Sinns im Leben. All das kann Menschen krank machen. Jetzt aber stellt sich heraus, dass auch Vorstandschefs, die gewöhnlich sehr gut bezahlt werden und sich nicht um ihren Arbeitsplatz sorgen müssen, gesundheitlich unter Rezessionen leiden.

          Patrick Bernau

          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Das hat jedenfalls die deutsche Ökonomin Ulrike Malmendier, die an der Universität im kalifornischen Berkeley lehrt, zusammen mit drei Kollegen festgestellt. Demnach altern Vorstandschefs zusätzlich um mehr als ein Jahr, wenn in ihre Amtszeit eine Wirtschaftskrise fällt.

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