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Fehlende Mitarbeiter : Personalnot dämpft Öffnungsfreude in Österreich

Der Schiffsanlegeplatz in St. Wolfgang am Wolfgangsee im Juli 2020 Bild: dpa

Nach sieben Monaten Corona-Zwangspause öffnet Österreich wieder für Touristen. Hoteliers und Restaurantbetreiber suchen händeringend nach Servicekräften. Die Branche hofft und bangt.

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          Mehr als ein halbes Jahr waren Hotels und Gaststätten in Österreich geschlossen. Nun, da die Zahl der Corona-Infektionen deutlich gesunken ist und die der Impfungen steigt, dürfen sie von Mittwoch an wieder öffnen. Binnen Stunden waren die Zimmer in vielen Hotels und Spas vor allem auf dem Land ausverkauft: Beschreibungen der Buchungslage an Pfingsten und den Folgewochenenden reichen von „sehr gut“ bis „exzellent“. Doch schon stehen viele Wirte, die noch mit dem Totalausfall der Wintersaison hadern, vor dem nächsten Problem: Die Teams sind nach dem langen Lockdown nicht eingespielt, und schlimmer: Es fehlen Mitarbeiter.

          Andreas Mihm
          Wirtschaftskorrespondent für Österreich, Ostmittel-, Südosteuropa und die Türkei mit Sitz in Wien.

          Natürlich warte sie mit Herzklopfen auf den Mittwoch, sagt die Hotel-Unternehmerin Susanne Kraus-Winkler. „Nach der langen Schließzeit müssen die Mitarbeiter von null auf 100, die Handgriffe müssen sitzen, Sicherheitsvorschriften eingehalten, Gäste bestmöglich bedient werden.“ Das sei „eine Herausforderung mit ein paar Unbekannten“. Als Hotellerie-Obfrau der Wirtschaftskammer Österreich überschaut sie die Branche. Deshalb weiß sie: „Es werden uns sicher sehr viele Fachkräfte fehlen.“ Der Umfang hänge von der Region und Art des Betriebs ab. Faustregel: Inhabergeführte Hotels auf dem Land dürften besser davonkommen als Kongresshotels in der Stadt.

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