https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/corona-pandemie-wirft-die-integration-zurueck-17496271.html

Arbeitsmarkt im Lockdown : Pandemie wirft die Integration zurück

In einer DHL-Zustellbasis entlädt ein Mitarbeiter einen LKW mit Paketen. Bild: dpa

Mehr als 10.000 Flüchtlinge verloren durch die Corona-Krise ihre Stelle. Vor der Pandemie arbeiteten ehemalige Asylbewerber besonders häufig im Gastgewerbe oder als Zeitarbeiter. Das ist nicht die einzige schlechte Nachricht.

          2 Min.

          Für die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt war der Ausbruch der Corona-Pandemie im vergangenen Jahr ein harter Rückschlag. Bis dahin hatten ehemalige Asylbewerber ihren Einstieg besonders häufig mit Jobs im Gastgewerbe und in der Zeitarbeit gefunden – und gerade diese Branchen wurden vom Lockdown besonders hart getroffen. Inzwischen gibt es aber auch neue positive Tendenzen: Nach deutlichen Arbeitsplatzverlusten im Frühjahr 2020 fanden schon während der späteren Pandemiewellen wieder mehr Flüchtlinge in Arbeit, wie eine neue Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt.

          Dietrich Creutzburg
          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

          Zu Beginn der Pandemie im März 2020 hatten gut 300.000 Menschen aus den wichtigsten Asylherkunftsländern – allen voran Syrien, Irak und Afghanistan – sozialversicherungspflichtige Stellen. Zudem war die Zahl bis dahin stetig deutlich gestiegen. Verglichen mit März 2019, entsprach dies damals einem Plus von 580.000 oder 19 Prozent, wie die Analyse auf Basis amtlicher Arbeitsmarktdaten ausweist. Nach dem ersten Lockdown kam es dann aber allein bis Mai zu einem Einbruch um 12.000 oder 3,4 Prozent – obwohl sonst im Frühjahr gerade in saisonabhängigen Branchen die Beschäftigung deutlich steigt.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Am vergangenen Wochenende demonstrierten in London Anhänger des schottischen Selbstidentifikations-Regelung für Trans-Rechte.

          Debatte über Transrechte : Vergewaltiger im Frauengefängnis

          Die schottische Ministerpräsidentin Nicola Sturgeon ist im Streit um Transrechte in die Defensive geraten. Nachdem ein Vergewaltiger in ein Frauengefängnis sollte, beugte sie sich jetzt Protesten.
          Bernard Arnault (vierter von links) im Kreise der Familie

          Wer leitet künftig LVMH? : Der Schatz der Arnaults

          Der reichste Mann der Welt hätte allen Grund, sich zur Ruhe zu setzen – tut es aber nicht. Seine Nachfolgeplanung bleibt ein wohlbehütetes Geheimnis.