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Ausweg aus dem Lockdown : Wie wir Öffnungen ermöglichen, ohne eine dritte Corona-Welle auszulösen

  • -Aktualisiert am

In einer Regenpfütze auf dem fast menschenleeren Alexanderplatz spiegeln sich der S-Bahnhof und die Weltzeituhr. Bild: dpa

No-Covid bedeutet nicht, dass Maßnahmen zum Lockdown endlos verlängert oder gar verschärft werden, bis das Virus verschwindet. Ein Gastbeitrag.

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          Das Corona-Krisenmanagement in Deutschland hat sich in eine Sackgasse manövriert. Hotels, Restaurants, Einzelhandelsgeschäfte und Kulturschaffende können trotz Hilfen kaum länger durchhalten. Die Schließungen der Schulen belasten Familien und schädigen eine Generation junger Menschen, deren Zukunftsaussichten sich verdüstern. Gleichzeitig sinkt die Zahl der erfassten Infektionszahlen nicht mehr, weil die ansteckenderen Virusmutanten sich immer mehr verbreiten. Die Impfungen kommen nur langsam voran. In dieser Lage werden Lockerungen ohne weitere Vorkehrungen eine dritte Infektionswelle auslösen. Der Wirtschaft wäre damit nicht geholfen. Manches Geschäft würde erst gar nicht öffnen, viele Kunden würden aus Sorge vor Ansteckung zu Hause bleiben, der nächste Lockdown käme schnell. Auch die Schulen müssten wieder schließen.

          Der Ausweg aus dieser Sackgasse liegt in einer Strategie mit zwei Säulen: erstens einer fundamentalen Veränderung der Strategie des Testens sowie des Nachverfolgens und Isolierens von Infektionsfällen und zweitens einer Bindung von zunächst lokal begrenzten Öffnungen an diese Teststrategie. Es muss deutlich mehr getestet werden, wir müssen mehr Daten über Tests und Infektionsfälle nutzen und dafür sorgen, dass Infizierte sich schneller in Quarantäne begeben.

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