https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/corona-lockdown-steuereinnahmen-brechen-im-januar-ein-17205779.html

Folgen des Lockdowns : Steuereinnahmen brechen im Januar ein

  • Aktualisiert am

Im Januar nahmen Bund und Länder 11,1 Prozent weniger Steuern ein als im Vorjahresmonat. Bild: dpa

Bund und Länder haben zu Beginn des Jahres deutlich weniger Steuern eingenommen. Für das Gesamtjahr rechnen die meisten Ökonomen aber mit einer deutlichen Erholung der Wirtschaft.

          1 Min.

          Die Steuereinnahmen von Bund und Ländern sind wegen des anhaltenden Lockdowns im Januar eingebrochen – und zwar stärker als zuletzt. Das Minus betrug zum Vorjahr 11,1 Prozent, wie aus dem am Freitag veröffentlichten Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums hervorgeht.

          Die Einnahmen summierten sich auf knapp 47 Milliarden Euro. Im Dezember hatte das Minus lediglich bei gut zwei Prozent gelegen, im Gesamtjahr 2020 bei 7,3 Prozent. 2021 rechnen die meisten Ökonomen mit einer deutlichen Erholung der Wirtschaft von der Pandemie. Das Steueraufkommen von Bund und Ländern soll dadurch um knapp fünf Prozent zulegen.

          Konjunkturell attestierte das Finanzministerium eine Spaltung – eine fortgesetzte Erholung der Industrie, aber starke Auswirkungen der Corona-Krise auf den Dienstleistungssektor. In den nächsten Wochen sei „insgesamt weiterhin mit einer gebremsten konjunkturellen Entwicklung“ zu rechnen.

          Den deutlichen Anstieg der Inflation im Januar führte das Finanzministerium auf die wieder höhere Mehrwertsteuer und höhere Energiepreise zurück. Die Teuerungsrate lag zu Jahresbeginn bei 1,0 Prozent, nachdem sie seit September durchgehend leicht negativ war. In den nächsten Monaten sei mit einer ähnlichen Größenordnung wie im Januar zu rechnen, so das Finanzministerium.

          Weitere Themen

          Disney überholt Netflix

          Streamingdienste : Disney überholt Netflix

          Disney gewinnt Streamingkunden, während bei Konkurrenten das Wachstum erlahmt. Doch Gewinne macht der Unterhaltungskonzern mit seinem Portal nicht. Jetzt will Disney die Preise deutlich erhöhen.

          Topmeldungen

          Meteoritenschauer : „Ich hab’ es Feuer regnen sehen“

          Was John Denver 1973 in seinem Lied „Rocky Mountain High“ besungen hat, ist der Höhepunkt des Meteoritenschauers der Perseiden. Jedes Jahr im August kann man nachts bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde sehen.
          Der Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki am 31. Mai 2022

          Betroffene im Erzbistum Köln : Von Woelki überrumpelt

          Das Erzbistum Köln bestreitet, dass Kardinal Woelki den Betroffenenbeirat für seine Zwecke instrumentalisiert hat. Recherchen der F.A.Z. stützen diese Darstellung jedoch.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.