https://www.faz.net/-gqe-9yl0z

In der Corona-Zeit : Verbraucher kaufen mehr Wein, Gin und Korn

  • Aktualisiert am

In der Corona-Krise wird mehr Wein, Korn und Gin gekauft. Bild: dpa

In der Krise wird getrunken: In Deutschland haben Verbraucher zuletzt etwa ein Drittel mehr Wein und klare Spirituosen im Einzelhandel gekauft als noch im Vorjahr. Eine Getränkesorte sticht hervor.

          1 Min.

          Die Konsumenten in Deutschland haben offenbar wegen der Ausgangsbeschränkungen in der Corona-Krise deutlich mehr alkoholische Getränke im Einzelhandel gekauft. Von Ende Februar bis Ende März gingen gut ein Drittel mehr Weinflaschen über die Ladentheken als im gleichen Zeitraum 2019, wie der Nürnberger Marktforscher GfK am Freitag mitteilte.

          Auch bei klaren Spirituosen wie Gin oder Korn beträgt die Steigerung 31,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Zuvor hatte das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ darüber berichtet.

          „Die Menschen konsumieren nicht unbedingt mehr, sondern woanders“

          Allerdings stünden den Zuwächsen im Einzelhandel die Umsatzverluste in der Gastronomie gegenüber, erklärte der GfK-Handelsfachmann Robert Kecskes. Durchschnittlich verzeichneten der Lebensmitteleinzelhandel und die Drogeriemärkte zusammen ein Umsatzplus von 21 Prozent im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum. „Die Menschen konsumieren nicht unbedingt mehr, sondern woanders – nämlich wieder mehr zuhause anstatt in Kantinen, Restaurants und Kneipen“, sagte er.

          Der GfK-Studie zufolge wuchs der Verkauf von Alkoholmischgetränken sogar um 87,1 Prozent, allerdings machen diese Getränke nur einen geringen Anteil am Gesamtmarkt aus. Ihre Biervorräte steigerten die Bürger lediglich um 11,5 Prozent. Für die GfK-Zahlen scannen 30.000 Haushalte regelmäßig ihre Einkäufe ein.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Test für Reiserückkehrer im rheinland-pfälzischen Bitburg

          Kritik an Risikogebieten : Zahl der Neuinfizierten abermals über 1000

          Die Zahl der Corona-Neuinfektionen bleibt weiter vierstellig. Zugleich übt der Deutsche Hausärzteverband Kritik an pauschalen Risikogebieten. „Wahnwitzig“ sei auch, dass Ärzte Hotelbuchungen von Reiserückkehrern kontrollieren sollen.

          Wiederaufbau in Beirut : Wer will schon das libanesische Monopoly-Geld?

          Die Bewohner Beiruts müssen nach der Explosionskatastrophe einen Wiederaufbau unter extremen Bedingungen bewerkstelligen. Manche hoffen, der innere und äußere Druck werden die korrupte politische Klasse zu Reformen bewegen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.