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Vor der Corona-Krise : Der Staat macht 45 Milliarden Euro Überschuss

  • Aktualisiert am

Olaf Scholz ist Bundesminister der Finanzen. Bild: dpa

In der Corona-Krise zeigt sich Deutschland mit vielen Hilfsprogrammen spendabel. Immerhin gab es im vergangenen Jahr noch einen Milliarden-Überschuss.

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          Die öffentliche Hand geht mit gut gefüllten Kassen in die Corona-Krise. Die Kern- und Extrahaushalte von Bund, Ländern, Kommunen und Sozialversicherung erzielten 2019 einen Überschuss von 45,2 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. „Damit war der Finanzierungssaldo im sechsten Jahr in Folge positiv.“ Das Plus fiel aber um 8,5 Milliarden Euro kleiner aus als 2018.

          Die Wirtschaftsweisen gehen davon aus, dass die Zeit der schwarzen Zahlen in den öffentlichen Kassen wegen der Corona-Krise erst einmal vorüber ist. Steuerausfälle wegen der erwarteten schweren Rezession und die Hunderte Milliarden schweren Hilfspakete dürften sowohl in diesem als auch im kommenden Jahr für ein deutliches Defizit sorgen.

          Die Ausgaben wuchsen im vergangenen Jahr um insgesamt 4,8 Prozent auf knapp 1,5 Billionen Euro, die Einnahmen um 4,1 Prozent auf mehr als 1,54 Milliarden Euro. Der Bund allein meldete einen Überschuss von 14,8 Milliarden Euro. Die Länder kamen sogar auf ein Plus von 16,6 Milliarden Euro. Der Überschuss der Kommunen summierte sich auf 5,6 Milliarden Euro, der der Sozialversicherung auf 8,1 Milliarden Euro.

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