https://www.faz.net/-gqe-a3vbo

2,1089 Billionen Euro : Schulden des Staates klettern wegen Corona-Krise auf Rekordhoch

  • Aktualisiert am

Mit 2,1089 Billionen Euro standen Bund, Länder, Kommunen und Sozialversicherung zur Jahresmitte 2020 in der Kreide. Bild: Picture-Alliance

Die Ausgaben zur die Bewältigung der Cororna-Krise haben die Schulden von Bund, Ländern, Kommunen und Sozialversicherungen kräftig steigen lassen. Mitte des Jahres 2020 war der Schuldenberg so hoch wie noch nie.

          1 Min.

          Die Corona-Rezession hat die Schulden des deutschen Staates im ersten Halbjahr auf einen Rekordstand getrieben. Bund, Länder, Kommunen und Sozialversicherung einschließlich aller Extrahaushalte standen zur Jahresmitte mit 2,1089 Billionen Euro in der Kreide. „Dies war der höchste jemals ermittelte Stand in der Schuldenstatistik“, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Damit wuchs die Verschuldung im Vergleich zu Ende 2019 um 11,1 Prozent oder 210,1 Milliarden Euro. „Der Anstieg ist im Wesentlichen dadurch begründet, dass die öffentlichen Haushalte finanzielle Mittel für Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise aufnahmen“, erklärte das Bundesamt. Der bisherige Höchststand war Ende 2012 mit 2,0683 Billionen Euro gemessen worden.

          Mit Ausnahme der Sozialversicherung waren alle anderen staatlichen Ebenen zur Jahresmitte stärker verschuldet als Ende 2019. Am stärksten stieg die Verschuldung des Bundes, und zwar um 13,7 Prozent oder 163,0 Milliarden Euro auf 1,3515 Billionen Euro. Die Verbindlichkeiten der Länder erhöhten sich um 8,0 Prozent auf 624,9 Milliarden Euro. Sie nahmen in allen Ländern zu, prozentual am stärksten in Sachsen (+89,6 Prozent), Bayern (+30,6) und Bremen (+20,4). Die Länder mit dem höchsten absoluten Zuwachs waren Nordrhein-Westfalen (+17,0 Milliarden Euro), Bremen (+6,1 Milliarden Euro) und Niedersachsen (+4,1 Milliarden Euro).

          Der Schuldenstand der Kommunen erhöhte sich um 0,8 Prozent auf 132,4 Milliarden Euro. Die Verbindlichkeiten stiegen vor allem in Gemeinden in Schleswig-Holstein (+5,4 Prozent), Hessen (+4,2) und Niedersachsen (+2,2). Dagegen sanken sie im Saarland (-14,4 Prozent), Sachsen (-7,3) und Thüringen (-4,7). Die Sozialversicherung konnte ihren Schuldenberg dagegen um 8,8 Prozent auf 52 Millionen Euro reduzieren.

          Weitere Themen

          Die lieben Kleinen

          Scherbaums Börse : Die lieben Kleinen

          Anleger, die im Börsenjahr 2021 auch abseits der bekannten Konzerne investieren wollen, sollten auf diverse Small Caps einen Blick werfen. Die Nebenwerte könnten bald eine Hauptrolle spielen.

          Mainzer Goldgrube im Kampf gegen die Pandemie Video-Seite öffnen

          Globaler Hoffnungsträger : Mainzer Goldgrube im Kampf gegen die Pandemie

          Voriges Jahr war die Mainzer Biotechnologiefirma Biontech noch weithin unbekannt, nun hat sie sich zum globalen Hoffnungsträger im Kampf gegen die Corona-Pandemie gemausert. Zusammen mit dem amerikanischen Pharmariesen Pfizer entwickelte Biontech einen nach eigenen Angaben zu mehr als 90 Prozent wirksamen Impfstoff gegen das Virus.

          Topmeldungen

          Langer Winter: Zwei Polizisten am Mittwoch auf dem Roten Platz in Moskau

          Repressionen in Russland : In der Krise wächst die Paranoia

          Corona, eine schwache Wirtschaft und Proteste: Wladimir Putins Machtapparat sieht sich in Russland vielen Krisen ausgesetzt. Und erhöht deswegen den Druck auf Opposition und Zivilgesellschaft.
          Maye Musk ist die Mutter des Unternehmers Elon Musk. Am Donnerstag erscheint ihre Autobiographie „Eine Frau, ein Plan“.

          Maye Musk : „In unserer Familie nimmt niemand frei“

          Wer Elon Musk verstehen möchte, muss seine Mutter Maye kennen lernen. Im Interview spricht sie über Abenteuertouren in der Wüste, ihre Modelkarriere mit 70 und wie sie einst aus Armut auf Dates verzichtete.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.