https://www.faz.net/-gqe-aahi4

Bis Jahresende : Altmaier will Überbrückungshilfe verlängern

  • Aktualisiert am

Finanzminister Olaf Scholz (SPD) und Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) auf einer gemeinsamen Pressekonferenz im Oktober Bild: EPA

Der Wirtschaftsminister will die Hilfen für Unternehmen in der Corona-Krise verlängern. Unterstützung bekommt er von Olaf Scholz.

          1 Min.

          Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat sich dafür ausgesprochen, die Überbrückungshilfe III für Unternehmen bis zum Jahresende zu verlängern. Es gebe dazu Gespräche in der Regierung, sagte Altmaier am Freitag in Berlin. Die Überbrückungshilfe III ist bisher bis Mitte des Jahres befristet.

          Finanzminister Olaf Scholz (SPD) signalisierte Bereitschaft, die Überbrückungshilfe III zu verlängern. Die Corona-Pandemie sei unverändert eine große Herausforderung: „Alle wissen, dass wir die Überbrückungshilfen auch noch so lange gewähren müssen, wie sie notwendig sind.“

          Altmaier sagte, es werde auch bei einem zu Ende gehenden Lockdown einige Monate dauern, bis sich das wirtschaftliche Leben normalisiert habe. Deshalb sollte die Überbrückungshilfe III verlängert werden. Er strebe an, dazu noch vor der Sommerpause Klarheit zu erzielen. Firmen, die in der Corona-Krise besonders belastet sind, bekommen Zuschüsse.

          Ernstere Lage als viele wahrhaben wollten

          Altmaier sprach sich außerdem für härtere Maßnahmen aus, um die dritte Corona-Welle zu brechen. Die Lage sei ernster, als viele wahrhaben wollten. Er verwies etwa auf die zunehmend kritischer werdende Lage in der Intensivmedizin. Eine Schließung des produzierenden Gewerbes und von Industrieunternehmen sei aber nicht nötig. Altmaier verwies auf Fortschritte bei Testangeboten in Firmen. Ein „monatelanger Dauerlockdown“ müsse verhindert werden.

          Altmaier warnte mit Blick auf den Streit unter den Ländern sowie mit dem Bund über den weiteren Kurs, dies gefährde die Akzeptanz der Corona-Politik in der Bevölkerung. Es drohe außerdem eine Beschädigung des föderalen Systems.

          Weitere Themen

          Klimaschutz verteuert Produkte für Verbraucher

          BASF-Chef warnt : Klimaschutz verteuert Produkte für Verbraucher

          Auf dem jährlichen Treffen von Unternehmern mit Betriebswirten fordert BASF-Chef Brudermüller einen politischen Rahmen für den Klimaschutz – und erläutert auch gleich, welchen Aufwand die Wirtschaft dafür betreibt.

          Topmeldungen

          Wahlkampfmobil: Die CDU-Kandidatin Caroline Lünenschloss verteilt in Wuppertal Flyer an ihre Helfer.

          Junge Kandidatinnen : Sie wollen einen neuen Sound im Bundestag

          Die deutsche Politik wird zu sehr von den Alten bestimmt, heißt es. Machen die Jüngeren überhaupt so viel anders? Unterwegs mit Caroline Lünenschloss, Jamila Schäfer und Jessica Rosenthal – dem Nachwuchs von CDU, Grünen und SPD.
          Vor einem Jahr: Demonstranten gegen Lukaschenko im Zentrum von Minsk im August 2020

          Lukaschenko-Gegner in Minsk : Im Land der Verschwörer

          Der nationale Aufbruch in Belarus wird vom Regime Alexandr Lukaschenkos brutal unterdrückt. Doch aufgegeben haben seine Gegner nicht. Ein Besuch in der Hauptstadt Minsk.
          Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro grüßt am Dienstag Anhänger in New York.

          UN-Vollversammlung : Brasilien zeigt der Welt den Mittelfinger

          Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hält in New York eine verstörende Rede und lacht den britischen Premierminister Boris Johnson aus. Noch grotesker ist ein Auftritt seines Gesundheitsministers – der nun in Quarantäne muss.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.