https://www.faz.net/-gqe-9y1er

Corona-Krise : Zalando macht hohen Verlust

  • Aktualisiert am

Arbeit am Band Bild: Reuters

Der Internethändler Zalando spürt die Folgen der Corona-Pandemie. In den ersten drei Monaten des Jahres fällt ein Betriebsverlust in Millionenhöhe an.

          1 Min.

          Die Coronavirus-Pandemie setzt Europas größtem Online-Modehändler Zalando zu. Im ersten Quartal werde ein bereinigter Betriebsverlust von deutlich mehr als 28 Millionen Euro anfallen, gab der Berliner Konzern am Montagabend bekannt. Auch die Jahresprognose sei nicht mehr zu halten. Deswegen muss sich Zalando nun bescheiden. Ausgaben und Investitionen sowie die Finanzplanung seien an die neuen Gegebenheiten angepasst worden, schrieb der Vorstand in einem Brief an die Mitarbeiter. Details wurden nicht genannt.

          Um das Geschäft vor dem Erliegen zu retten, startet Zalando eine Reihe von Initiativen. Bis Ende Mai zahlen neue wie auch bestehende Einzelhändler, die ihre Ware über die Zalando-Plattform verkaufen, keine Kommission. Zudem will das im M-Dax notierte Unternehmen 100 Millionen Euro in die Hand nehmen, um Partner vor der vertraglich vereinbarten Frist zu bezahlen und somit liquide zu halten.

          Konkreten Einblick in das erste Quartal gibt Zalando am 16. April. Analysten hatten im Durchschnitt für das erste Vierteljahr ein Umsatzplus von 19 Prozent vorhergesagt sowie einen bereinigten Betriebsverlust von 28 Millionen Euro. Dies wird sich laut Zalando nicht verwirklichen lassen. Im Vorjahreszeitraum hatte es zu einem Wachstum von 15 Prozent und einem Betriebsgewinn von fünf Millionen Euro gereicht. Auch im Gesamtjahr wird Zalando nun deutlich schlechter als 2019 abschneiden, als die Erlöse noch um 20,3 Prozent kletterten. Eine neue Prognose will der Konzern erst abgeben, wenn absehbarer ist, wie sich die Coronavirus-Pandemie entwickelt. Wegen der Krise wird auch die für 20. Mai geplante Hauptversammlung verschoben.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Vor dem Mercedes-Benz-Museum in Stuttgart

          Daimler-Betriebsratschef sauer : „Die SPD-Spitze hat es nicht verstanden“

          Der Verzicht auf eine Kaufprämie für Autos mit Verbrennungsmotor treibt einen Keil zwischen Gewerkschaften und SPD. Die IG-Metall spricht von einem „massiven Vertrauensverlust“, Daimler-Betriebsratschef Brecht ist „stinksauer“. Die SPD schießt scharf zurück.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.