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Bekämpfung der Corona-Krise : Kurzarbeit ist kein Allheilmittel

  • -Aktualisiert am

Weiterhin wenig los: Der Frankfurter Flughafen wirkt immer noch verlassen. Bild: Lando Hass

Der Druck auf die Bundesregierung, die Zahlung des Kurzarbeitergeldes zu verlängern, wächst. Doch das löst die Probleme von Luftfahrt und Autoindustrie nicht.

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          Die Bundesregierung hat gerade erst ein gewaltiges Konjunkturpaket beschlossen, die für dieses Jahr geplante Neuverschuldung ist auf die Rekordsumme von knapp 218 Milliarden Euro gestiegen – doch so manchem ist auch das zu wenig. Die Möglichkeit der Kurzarbeit müsse um mindestens ein Jahr bis Sommer 2022 verlängert werden, fordert Stefan Schulte, der Chef des Frankfurter Flughafens. Gemessen an den Passagierzahlen habe er für die Hälfte der Belegschaft „noch mindestens anderthalb Jahre keine Beschäftigung“, argumentiert er.

          Schulte ist mit seiner Forderung nicht allein. Von CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt über die bayerischen Metall-Arbeitgeber bis zum Deutschen Gewerkschaftsbund ist schon jetzt zu hören, die Zahlung des Kurzarbeitergeldes müsse ausgeweitet werden, um einen stärkeren Anstieg der Arbeitslosigkeit zu verhindern. Die Wirtschaftsminister der Länder plädieren dafür, sie von zwölf auf 24 Monate zu verlängern – wie in der Wirtschaftskrise 2009.

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