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Lebensmittelversorgung : Kann sich Deutschland selbst ernähren?

Eine Holzkiste mit heimischem Gemüse Bild: Picture-Alliance

Ob Pasta, Orangen oder Goji-Beeren: Corona erschwert die Lebensmitteleinfuhr. Jetzt zeigt sich, ob wir uns regional versorgen können – und wollen.

          4 Min.

          Es ist eine Frage, die sich viele Menschen in diesem Land noch nie stellen mussten: Könnte sich Deutschland notfalls selbst mit Lebensmitteln versorgen? Als entwickelte Industrienation haben wir uns daran gewöhnt, so gut wie jedes erdenkliche Produkt zu jeder Jahreszeit im Supermarktregal zu finden. Der Gedanke, dass das einmal nicht mehr so sein könnte, war vor wenigen Tagen noch absurd. Doch das Coronavirus hat viele scheinbar undenkbare Szenarien Wirklichkeit werden lassen.

          Jessica von Blazekovic

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Julia Löhr

          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

          Noch sind die Regale im Supermarkt in der Regel gut bestückt, nur vereinzelt sind Produkte vergriffen. Doch Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) macht in diesen Tagen keinen Hehl daraus, dass die Lieferketten nicht mehr einwandfrei funktionieren. „Mit heimischen Nahrungsmitteln sind wir gut versorgt“, sagte sie diese Woche in Berlin – mit der Betonung auf „heimisch“. Länder wie Vietnam, der drittgrößte Reisexporteur, haben für landwirtschaftliche Produkte Exportbeschränkungen verhängt. In Spanien, woher Deutschland in gewöhnlichen Zeiten viel Obst und Gemüse bezieht, bleiben viele Erntehelfer wegen der weitgehenden Ausgangssperre zu Hause. Hinzu kommen die logistischen Hürden, die durch geschlossene Grenzen und Quarantänebestimmungen entstehen. Das alles könne aber auch eine Chance sein, sagte Klöckner. Die Verbraucher bekämen wieder ein anderes Bewusstsein für Lebensmittel aus Deutschland. „Wir sehen, dass die Nachfrage nach Kartoffeln steigt.“ Die Versorgung mit Grundlebensmitteln sei gesichert – das betonte sie mehrfach. „Wir werden nicht verhungern.“

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