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Erste Ladenöffnungen : Konzepte für größere Käuferströme müssen her

  • -Aktualisiert am

Ruhe auf dem Rathenauplatz in Frankfurt – nächste Woche zeigt sich, welche Folgen die Lockerungen haben. Bild: Wolfgang Eilmes

Viele Läden dürfen wieder aufsperren, was Existenzen rettet und den Bedarf an Staatshilfe hoffentlich verringert. Der nächste Schritt sollte bald folgen.

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          Viele Läden dürfen von Montag an wieder aufsperren. Bund und Länder wollen das strikte Corona-Schutzregime lockern und Inhabern kleinerer und mittlerer Geschäfte die Schlüsselgewalt zurückgeben, unabhängig vom Sortiment. Das bringt hoffentlich rasch wieder Leben und Umsätze in die Kommunen, rettet Existenzen und senkt den Bedarf an Staatshilfe.

          Mit der Orientierung an der Verkaufsfläche diskriminiert die Politik allerdings vorerst größere Betriebe, zum Ärger der Betroffenen. Hätte es nicht gereicht, klare Hygienestandards für alle vorzugeben und jedem die Öffnung zu erlauben, der diese einhält?

          Ginge es nur darum, die Ansteckungsgefahren in den Geschäften zu bannen, wäre das ausreichend. Doch die Politik muss mehr im Blick haben, vor allem den Gesundheitsschutz im öffentlichen Nahverkehr oder in sanitären Einrichtungen.

          Länder und Kommunen müssen Konzepte vorlegen, wie auch größere Pendler- und Käuferströme sicher in Läden und Betriebe gelangen. Sollte der Eindruck entstehen, dass die Verantwortlichen hier zu langsam und einfallsarm reagieren, wird das Verständnis für die Zwänge der Politik bald dem Unmut weichen.

          Heike Göbel
          Verantwortliche Redakteurin für Wirtschaftspolitik, zuständig für „Die Ordnung der Wirtschaft“.

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