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Corona-Krise : Was wird aus dem Euro?

Ist der Euro noch zu retten? Bild: dpa

Die Eurozone ist für die Corona-Krise kaum gewappnet. Schon sind die alten Grabenkämpfe wieder da: Nord gegen Süd.

          6 Min.

          Eine solche Bedrohung wie heute hat Europa seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr erlebt: Hunderttausende von Menschen sind mit dem Coronavirus infiziert, in Italien, Spanien, Deutschland und anderswo. Schon gibt es Befürchtungen, dass die Pandemie die Europäische Währungsunion gefährden wird, weil das Virus manche ohnehin geschwächten Patienten der Eurozone finanziell überfordert. Mehr noch: Der Europäische Binnenmarkt, die wichtigste Errungenschaft und Klammer der EU, funktioniert derzeit nicht mehr. Das von Deutschland zeitweilig verhängte Exportverbot für Atemschutzmasken ist zu einem Symbol dafür geworden. Vor allem südlich der Alpen sorgte das für Empörung. „Als Europa wirklich füreinander da sein musste, haben zu viele zunächst nur an sich selbst gedacht“, sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Donnerstag im Europaparlament.

          Marcus Theurer

          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Wird das hochverschuldete Italien, das bisher in Europa die meisten Corona-Fälle verzeichnet, die enormen Kosten allein bewältigen können? Und wenn nicht: Werden die anderen Mitgliedstaaten der Währungsunion Italien, der drittgrößten Volkswirtschaft der Eurozone, einen Rettungsring zuwerfen? Und wird das von Corona ebenfalls heftig heimgesuchte Spanien in ähnliche Not geraten? Selbst das stark von der Weltkonjunktur abhängige Irland ruft nach mehr finanzieller Solidarität in der Eurozone.

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