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Interview zur Lage im Elsass : „Niemand ist auf diesen Tsunami vorbereitet“

Sogar die französische Armee ist im Einsatz, um gegen die Pandemie zu helfen. Bild: dpa

Das Elsass leidet besonders stark unter der Corona-Pandemie. Die Präsidentin des Departements Oberrhein, Brigitte Klinkert, berichtet im F.A.Z.-Interview, wie schlimm die Zustände in den Krankenhäusern wirklich sind, wie viel die Hilfe aus Deutschland nutzt – und was die Lehren aus der Krise sind.

          2 Min.

          Madame Klinkert, wie schlimm ist die Lage derzeit in den elsässischen Krankenhäusern?

          Christian Schubert

          Wirtschaftskorrespondent in Paris.

          Die Bilanz ist bedrückend. Wir zählen in unserem Departement 828 Krankenhausaufenthalte, 104 Personen befanden sich am 25. März auf der Intensivstation. 327 Menschen haben das Krankenhaus verlassen. 239 Personen sind leider in den Krankenhäusern gestorben, zudem 98 Personen in den Seniorenheimen. Die Privatkliniken räumen ihre Intensivbetten frei. So konnten wir dort Anfang der Woche zusätzlich über 113 Betten verfügen; diese Zahl wird noch zunehmen. Alle anderen Operationen sind verschoben. Hinzukommt das gerade installierte Militärhospital in Mulhouse mit seinen 30 Betten.

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