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Corona-Krise : Cash für Amerika

Das Gebäude der amerikanischen Notenbank in Washington D.C. Bild: Reuters

Die amerikanische Notenbank reagiert in der Krise entschlossen und kündigt an, solange Anleihen zu kaufen, bis die Märkte sich beruhigen. Ob daraus neue Risiken entstehen, ist ungewiss. Aktuell hat die Fed jedoch keine Alternative.

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          Die amerikanische Notenbank Federal Reserve hat ihren „Whatever it takes“-Moment. Sie kündigte an, solange Anleihen zu kaufen, bis die Märkte sich beruhigen. Zudem setzt sie umfangreiche Kreditprogramme auf mit dem Ziel, Familien, Unternehmen und Kommunen finanziell über Wasser zu halten.

          Sie reagiert damit entschlossen auf eine besondere Krise, die klassischer Wirtschaftspolitik nicht zugänglich ist. Um die Ausbreitung der Pandemie zu bremsen, muss das wirtschaftliche Leben zum Stillstand kommen. Damit brechen überlebenswichtige Einkünfte weg, während weiter Rechnungen zu bezahlen sind.

          Die Leute und die Unternehmen brauchen schlicht Geld in der Tasche. Die Federal Reserve versucht mit ihren Hilfen, diese Liquidität sicher zu stellen. Es ist natürlich unklar, ob die verschiedenen Programme zur Geldversorgung die gewünschten Resultate bringen und ob sie nicht sogar mittelfristig neue Risiken produzieren. Das mögen aufgeweckte Ökonomen später gerne erforschen. Aktuell hat die Fed keine Alternative als massiv zu intervenieren. Amerika braucht Cash.

          Winand von Petersdorff-Campen

          Wirtschaftskorrespondent in Washington.

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