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Sebastian Wagner von Hausgold : „Immobilienmarkt liegt nicht am Boden“

Trotz Krise hohe Nachfrage nach Wohnungen: Niedrige Zinsen würden Wohnimmobilien zu einer attraktiven Anlage machen, meint Sebastian Wagner von Hausgold. Bild: dpa

Die Corona-Krise bremst die Nachfrage nach Wohnraum in Deutschland nicht, sagt Sebastian Wagner, der Geschäftsführer der Verkaufsplattform Hausgold. Stattdessen seien viele auf der Suche nach Immobilien.

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          Welchen Einfluss hat die Corona-Krise bisher auf den Wohnimmobilienmarkt?

          Michael Psotta

          Redakteur in der Wirtschaft, verantwortlich für den Immobilienteil.

          Viele „Experten“ sehen den schon immer von ihnen prophezeiten Zusammenbruch des Wohnimmobilienmarktes in Deutschland jetzt unweigerlich auf uns zukommen. Ich halte in diesem Zusammenhang nichts von Bauchgefühl und Kaffeesatz-Leserei. Für mich zählen Fakten. Und Fakt ist: Der private Immobilienmarkt liegt nicht am Boden.

          Woher wissen Sie das?

          Über unsere Immobilienverkaufsplattform stehen wir laufend in Kontakt mit Hunderttausenden von Verkäufern und Käufern und mit gut 3.000 deutschen Maklern. Diese Marktteilnehmer berichten darüber, dass weiterhin (virtuelle) Besichtigungen, Finanzierungsverhandlungen, Notartermine und damit Transaktionen stattfinden. Nach einem kurzen Moment der Schockstarre ziehen die Suchanfragen von Käufern gerade wieder an und steuern auf den Höchststand des Jahres zu. Das gleiche Bild zeigt sich bei den Verkaufsangeboten. In einer Befragung Ende März 2020 von 520 Eigentümern auf unserer Plattform gaben fast 90 Prozent an, dass die Nachfrage nach Immobilien steigen wird oder stabil bleibt. Nicht trotz Corona, sondern vielleicht sogar wegen Corona!

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