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Corona-Krise : Inflation in Deutschland fällt deutlich

  • Aktualisiert am

Der Ölpreis ist drastisch gefallen. Bild: dpa

Lebensmittel werden teurer, Energie viel billiger: Die Corona-Pandemie lässt die Verbraucherpreise auf den tiefsten Stand seit Jahren fallen.

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          Günstige Energie drückt die deutsche Inflation in der Corona-Krise auf den tiefsten Stand seit November 2016. Die Teuerungsrate fiel im April auf 0,8 Prozent, nach 1,4 Prozent im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Ökonomen hatten sogar einen Rückgang auf 0,6 Prozent erwartet. Die Europäische Zentralbank sieht einen Wert von knapp unter zwei Prozent als ideal für die Konjunktur an, verfehlt dieses Ziel aber für den Euro-Raum schon seit Jahren.

          Die wirtschaftlichen Turbulenzen seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie haben den Ölpreis drastisch gedrückt. Dadurch verbilligte sich Energie um 5,8 Prozent zum April 2019. Nahrungsmittel verteuerten sich hingegen weit überdurchschnittlich um 4,8 Prozent. Dienstleistungen kosteten 1,3 Prozent mehr, wobei die Wohnungsmieten um 1,4 Prozent anzogen. Die Bundesregierung geht in ihrer neuen Konjunkturprognose davon aus, dass die Inflation im laufenden Jahr auf 0,5 Prozent zurückgeht, nach 1,4 Prozent 2019.

          “Die aktuelle Corona-Krise führte im April 2020 zu Schwierigkeiten bei der Preiserhebung, da einige Güter am Markt nicht verfügbar waren und es zum Teil Schwierigkeiten bei der Vor-Ort-Erhebung gab“, erklärten die Statistiker.

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