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Corona-Krise weltweit : Zu wenig Impfstoff für Ärmere

Eine Frau in Dakar wird geimpft Bild: AP

Während die Zahl der Neuinfektionen in vielen ärmeren Staaten wieder steigt, bleibt die Hilfe aus den reicheren Nationen weit hinter den Imfpstoff-Versprechungen zurück. Auch Deutschland hinkt deutlich hinterher.

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          An vollmundigen Ankündigungen hat es in der Corona-Krise bislang nicht gefehlt: Niemand sei sicher, bis alle sicher seien, heißt es auf internationaler Ebene immer wieder, Staaten überbieten sich mit Ankündigungen, wie viele Impfdosen sie an ärmere Länder weitergeben werden. Doch während die Zahl der Neuinfektionen auch in vielen ärmeren Staaten wieder steigt, bleibt die Hilfe aus den reicheren Nationen weit hinter den Versprechungen zurück.

          Claudia Bröll
          Freie Afrika-Korrespondentin mit Sitz in Kapstadt.
          Christoph Hein
          Wirtschaftskorrespondent für Südasien/Pazifik mit Sitz in Singapur.
          Johannes Pennekamp
          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaftsberichterstattung, zuständig für „Die Lounge“.

          Laut einer Auswertung im Auftrag der Entwicklungsorganisation Oxfam, die am Donnerstag veröffentlicht wurde, sind derzeit lediglich 14 Prozent, oder 261 Millionen Dosen, der 1,8 Milliarden Dosen angekommen, die Europa und andere G-7-Staaten versprochen haben. „Wenn es uns nicht gelingt, den größten Teil der Weltbevölkerung zu impfen, breitet sich das Virus aus und mutiert in immer gefährlichere Form“, heißt es in der Auswertung.

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