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Corona-Krise in Osteuropa : Geschlossene Gesellschaft, offene Wirtschaft?

  • -Aktualisiert am

Weit weniger Fahrzeuge als sonst fahren in Zeiten der Corona-Pandemie über die Slasko-Dabrowski-Brücke. Bild: dpa

Die Corona-Krise trifft osteuropäische Unternehmen hart. Niemand kann vorhersagen, wie stark die Wirtschaft dort schrumpfen wird. Das Virus wird sie aber nicht umwerfen.

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          Osteuropa sperrt wieder auf. Pendler, Erntehelfer und Pflegekräfte durften als Erste wieder die geschlossenen Grenzen passieren, als Nächstes sind die Geschäftsleute dran und absehbar auch die Touristen. Sinkende Infektionszahlen lassen fürs Erste strikte Quarantänemaßnahmen und Ausgangsbeschränkungen verzichtbar erscheinen, um die weitere Verbreitung des Coronavirus zu blockieren. In französischen und deutschen Fabriken fährt die Produktion wieder hoch, Kunden nehmen Waren aus Tschechien, der Slowakei, Serbien oder Nordmazedonien wieder ab. Lieferketten funktionieren wieder.

          Die Corona-Krise trifft Osteuropa weniger hart als die Länder im Westen, dennoch sind die Folgen erheblich. Dass die gesundheitlichen Schäden der Pandemie gemessen an Infektions- und Todeszahlen je Einwohner nicht so gravierend ausfallen wie in Italien, Frankreich, Großbritannien, Spanien oder Deutschland hat drei Gründe: Mittelost- und Südosteuropa liegen abseits der weltweiten Reiseströme und Infektionswege, die Staaten hatten Zeit, sich auf die Pandemie vorzubereiten, und haben dann schnell und radikal gehandelt, mit einseitigen Grenzschließungen und harten Quarantänevorschriften. Angesichts unterdurchschnittlich ausgestatteter Gesundheitssysteme blieb ihnen wenig anderes übrig, um ihre Einwohner vor Ansteckung zu schützen.

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