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Corona in England : Starre Quarantäne ist keine Lösung

  • -Aktualisiert am

Leere Regale in einem Supermarkt in Großbritannien Bild: dpa

Die britische Wirtschaft ist wegen der „Pingdemie“ in heller Aufregung. Die Alternative zur starren Quarantäne-Vorschrift liegt auf der Hand.

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          So schnell ändern sich die Sorgen: Zum britischen „Freiheitstag“ mit der Aufhebung fast aller Corona-Restriktionen in England befürchteten manche eine gefährliche Eskalation der Virus-Pandemie mit steil steigenden Ansteckungszahlen. Das Gegenteil ist eingetreten.

          Die Zahl der täglich neu positiv Getesteten hat sich wider Erwarten seit dem Höhepunkt (der mit der Fußball-EM zusammenfiel) fast halbiert und ist unter 25.000 gefallen, die Krankenhauseinweisungen von Corona-Kranken liegen weiterhin auf niedrigem Niveau. Die Kritiker von Boris Johnsons Öffnungspolitik sind damit vorerst weitgehend verstummt.

          Was die Wirtschaft alarmiert, ist etwas anderes: die Pingdemie – die massenhaften Quarantäne-Aufforderungen per „Ping“ durch die Corona-App. Kritiker verweisen darauf, dass nur sehr selten die „Ping“-Betroffenen mit Corona infiziert sind; bei den allermeisten ist es falscher Alarm. Deshalb drohen Supermärkten, Kneipen und Indus­trie aber bedrohliche Engpässe. Die Lösung liegt auf der Hand: Statt der starren Quarantäne-Vorschrift wären Massentests viel sinnvoller.

          Philip Plickert
          Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in London.

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