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Bund steigt bei Curevac ein : Schritt für Schritt zur Staatswirtschaft

  • -Aktualisiert am

Ein Mitarbeiter in einem Curevac-Labor Bild: dpa

Keine Frage, die Entwicklung eines Corona-Impfstoffs ist derzeit von größtem Interesse. Doch um dieses Vorhaben voranzutreiben, bedürfte es nicht unbedingt einer direkten Beteiligung des Staates.

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          Vor knapp anderthalb Jahren stellte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) jenes Papier vor, mit dem er in die Geschichtsbücher eingehen will: die Industriestrategie für das Jahr 2030. In einer Welt, in der nicht nur China, sondern auch die Vereinigten Staaten dem Protektionismus huldigen, müsse auch die deutsche Politik gezielt einheimische Unternehmen stärken, so Altmaiers Credo. Die Kontrolle von ausländischen Investoren hat er schon mehrfach verschärft. Nun geht er noch einen Schritt weiter: Die Bundesregierung steigt beim Tübinger Biotech-Unternehmen Curevac ein, das an einem Impfstoff gegen das Coronavirus forscht.

          Keine Frage, die Entwicklung eines solchen Impfstoffs ist derzeit von größtem Interesse – sowohl politisch als auch gesellschaftlich. Doch um dieses Vorhaben voranzutreiben, bedürfte es nicht unbedingt einer direkten Beteiligung des Staates. Längst gibt es verschiedene Förderprogramme, um die Arbeit an dem Impfstoff zu beschleunigen. Von diesen profitieren mehrere Unternehmen zugleich – auch, aber eben nicht nur Curevac. Das senkt das Verlustrisiko und erhöht die Chance, dass zumindest einer am Ende erfolgreich ist.

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