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Impfstoff von Biontech : Die Milliardäre hinter der Erfolgsgeschichte

Die Strüngmann Brüder sind maßgeblich am Erfolg des Unternehmens Biontech beteiligt. Bild: Armin Brosch

Die Welt hofft auf gute Nachrichten aus Mainz. Der Impfstoff der Firma Biontech gilt als erfolgsversprechender Kandidat im Kampf gegen die Pandemie. Ohne die Risikobereitschaft zweier Investoren wäre das undenkbar.

          6 Min.

          Deutschland hat zwei neue Stars. Es sind die Mediziner Özlem Türeci und Ugur Sahin, deren Forschung die bislang größte Hoffnung im Kampf der Menschheit gegen das Coronavirus entsprungen ist, der potentielle Impfstoff der Mainzer Firma Biontech. Die Nachricht, dass diese Substanz aller Voraussicht nach sogar noch viel besser vor der Seuche schützen wird als zuvor erhofft und noch in diesem Jahr millionenfach zur Verfügung stehen könnte, hat in der vergangenen Woche die Stimmung an vielen Abendbrottischen aufgehellt und die Aktienkurse rund um die Welt in die Höhe schießen lassen. Ist das der Anfang vom Ende der Pandemie? Biontech selbst, bis vor einem halben Jahr bloß Eingeweihten aus der Biotech-Szene ein Begriff, ist an der Börse nun 25 Milliarden Dollar wert, gut dreimal so viel wie die Deutsche Bank.

          Sebastian Balzter
          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Die zwei Wissenschaftler, deren Eltern aus der Türkei nach Deutschland kamen, stehen dafür völlig zu Recht im Rampenlicht. Der Erfolg dieses klugen, sympathisch-bescheiden auftretenden Forscher-Ehepaars – er ist der Vorstandsvorsitzende, sie die Medizinchefin von Biontech – hat alles, was zu einer wahren Heldengeschichte gehört. Doch die ganze Wahrheit über die neue deutsche Corona-Hoffnung ist damit noch nicht erzählt. Brillante Forschung genügt nicht, um eine Firma wie Biontech vom Start-up zu einem Betrieb mit 1500 Beschäftigten und der Produktionskapazität für mehrere hundert Millionen Dosen Impfstoff im Jahr aufzubauen. Dafür braucht es zudem Durchhaltevermögen und Verhandlungsgeschick, es braucht unternehmerische Ellenbogen und ein Netzwerk in der Pharmabranche. Und nicht zuletzt Geld, sogar sehr viel Geld.

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