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Forschung zu Corona-Impfstoff : Wer wird Erster und wie teuer werden die Dosen?

  • Aktualisiert am

Eine russische Forscherin prüft zwei Impfstoff-Ampullen Bild: dpa

Russland ist ohne Massentests vorgeprescht, jetzt wächst der Druck auf den Rest der Welt. Ein Überblick über das globale Wettrennen.

          4 Min.

          Russland hat als erstes Land einen Impfstoff gegen das Coronavirus zugelassen. Das Vakzin „Sputnik V“ wurde er vom staatlichen Gamaleja-Institut für Epidemiologie und Mikrobiologie entwickelt und soll der Bevölkerung bald zur Verfügung stehen. International hat der Impfstoff, der nicht in einer großen Studie mit tausenden Probanden getestet wurde, für Erstaunen, Kritik, aber auch Interesse gesorgt.

          Ist der russische Impfstoff tatsächlich ein Durchbruch?

          Den russischen Impfstoff haben erst wenige Menschen in einer klinischen Erprobung erhalten. Die Zulassung widerspricht damit dem internationalen Vorgehen, denn Impfstoffe durchlaufen üblicherweise drei klinische Studienphasen, bevor sie eine Zulassung bekommen. In den ersten beiden Phasen, in denen nur wenige Probanden geimpft werden, wird die Verträglichkeit und Sicherheit erforscht, auch werden schon erste Daten zur Wirksamkeit und Dosismenge erhoben. In der letzten Phase vor einer Zulassung mit zig tausend Probanden geht es vor allem um die Frage der Wirksamkeit, also ob eine Impfung vor einer Infektion schützt, wie lange der Schutz voraussichtlich anhält und wen sie schützt.

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