https://www.faz.net/-gqe-a5c4q

Wachstumssprung : Ökonom: Impfstoff ändert alles

  • Aktualisiert am

Lockdown: Menschenleer ist die Knochenhauerstraße mit zahlreichen geschlossenen Kneipen in der Innenstadt in Hannover. Bild: dpa

Kieler Forscher erwarten mit einem wirksamen Impfstoff ein deutliches Wirtschaftswachstum. Wenn die Hälfte der Bevölkerung 50 Prozent durchgeimpft sei, wären keine Einschränkungen mehr notwendig.

          1 Min.

          Die Aussicht auf einen bald verfügbaren Corona-Impfstoff kann dem Institut für Weltwirtschaft (IfW) zufolge der deutschen Konjunktur auf die Sprünge helfen. „Ein wirksamer und nebenwirkungsarmer Impfstoff ändert alles“, sagte IfW-Präsident Gabriel Felbermayr. „Wenn damit zunächst die Risikopersonen wirklich effektiv geschützt werden können, könnte man in vielen Bereichen des sozialen Konsums wie zum Beispiel im Kulturbereich, der Gastronomie oder dem Beherbergungsgewerbe zur Situation im Sommer zurückkehren.“ Sobald die deutsche Bevölkerung zu 50 bis 60 Prozent durchgeimpft sei, wären wohl gar keine Einschränkungen mehr notwendig.

          Bisher gehen die Prognosen des IfW davon aus, dass die Pandemie ab Frühjahr 2021 erfolgreich zurückgedrängt werden kann. Dann wäre 2021 ein Wachstum des Pro-Kopf-Einkommens in Deutschland von vier bis fünf Prozent möglich. „Das Eintreten dieser Annahme wird nun zusehends realistischer“, sagte Felbermayr. „Die Voraussetzung ist, dass der Impfstoff auch tatsächlich für viele Hunderte Millionen Menschen weltweit produziert und verabreicht werden kann.“

          Positive Ergebnisse bei der Entwicklung eines Corona-Impfstoffes haben weltweit die Hoffnung auf eine erfolgreiche Bekämpfung der Pandemie geschürt. Biontech und Pfizer sind die ersten Unternehmen, die erfolgreiche Daten aus der für eine Zulassung entscheidenden Studie mit einem Corona-Impfstoff vorgelegt haben. Sie wollen 2020 bis zu 50 Millionen Impfstoffdosen herstellen und 2021 bis zu 1,3 Milliarden.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Mit sehr vielen Subventionsmilliarden treibt der Staat beispielsweise den Ausbau der Windenergie voran.

          Staatliche Investitionspolitik : Finanzpolitik aus der Mottenkiste

          Die Idee, staatliche Investitionsprogramme für Klimaschutz, Bildung und Digitalisierung auf dem Reißbrett zu planen, hat nichts Progressives an sich. Sie erinnert an die Naivität, mit der linke Politiker früher staatliche Investitionslenkung chic fanden.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.