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Bilanz der Corona-Hilfen : „Wir haben die Falschen gerettet“

Krisenmanager im Dauerstress: Bundeskanzlerin Angela Merkel, Wirtschaftsminister Peter Altmaier und Finanzminister Olaf Scholz im Bundestag. Bild: dpa

Vor einem Jahr packte die Bundesregierung die Bazooka aus, um die Wirtschaft zu retten. Doch je länger die Corona-Krise dauert, desto größer werden die Zweifel, ob das gelingt.

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          Rangsdorf in Brandenburg: Hier scheint die Welt noch in Ordnung. Nur ein Ladenlokal steht an der Hauptstraße des 11000-Einwohner-Orts südlich von Berlin leer, die frühere Schlecker-Filiale. Der Blumenladen, das Bekleidungsgeschäft, eine Kunstgalerie, mehrere Restaurants sind dagegen alle noch da.

          Julia Löhr
          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.
          Niklas Záboji
          Wirtschaftskorrespondent in Paris

          Doch die Bundestagsabgeordnete Jana Schimke, die für die CDU das Direktmandat in diesem Wahlkreis geholt hat, sieht die anderen Geschichten. Den Plakatierer, der ein Jahr lang keine Plakate kleben konnte und jetzt lieber als Angestellter arbeitet. Den Gewerbeverein im Nachbarort, der sich auflöst. Die Besitzerin des Modeladens, die mit ein paar Click&Meet-Kunden keine 4000 Euro Monatsmiete erwirtschaften kann, geschweige denn ihren Lebensunterhalt. „Das sind Existenzen, die nach der Wende entstanden sind“, sagt Schimke, die auch Vizechefin der Mittelstandsunion ist. „Die sterben jetzt einen leisen Tod.“

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