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Pandemie-Politik : Das Rezept für den Corona-Herbst

Zwischenhoch oder das neue Normal? Menschenansammlung in einem Berliner Biergarten. Bild: Andreas Pein

Vor der Ministerpräsidentenkonferenz werfen Ökonomen der Politik Versäumnisse vor. Sie vermissen eine Strategie – und fordern mehr als Bratwürste fürs Impfen.

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          Volle Cafés und die Rückkehr Tausender Fans in die Fußballstadien haben die Corona-Pandemie vielerorts in den Hintergrund treten lassen. Die Impfkampagne schreitet voran, laut Robert-Koch-Institut haben 55 Prozent der Deutschen den vollständigen Schutz. Für viele zeigt das Beispiel Großbritannien, dass sich bei ausreichender Immunisierung die Kliniken auch bei hoher Inzidenz nicht füllen. Ist das der Anfang vom Ende der Pandemie?

          Johannes Pennekamp
          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaftsberichterstattung, zuständig für „Die Lounge“.
          Niklas Záboji
          Wirtschaftskorrespondent in Paris

          Vor allem die zuletzt besonders betroffenen Branchen drängen auf einen Kurswechsel hin zu einem verantwortungsbewussten Leben mit dem Virus. Die Hintergründe für die Forderungen liegen auf der Hand: Im Hotel- und Gaststättengewerbe etwa steht nach Angaben des Verbandes DEHOGA laut einer am Montag veröffentlichten Umfrage jeder vierte Betrieb vor der Aufgabe. Die Branche appelliert angesichts des Vorstoßes von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), schon jetzt Einschränkungen für den Herbst zu planen, an die Verhältnismäßigkeit. Im Freien bestehe kaum eine Ansteckungsgefahr, deshalb sollte es im Herbst wieder möglich sein, sogar größere Veranstaltungen stattfinden zu lassen, heißt es auch vom Deutschen Schaustellerbund. „Wir haben die Maßnahmen bis hierhin mitgetragen, doch es reicht“, sagte deren Vizepräsident in Richtung Bund-Länder-Konferenz.

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