https://www.faz.net/-gqe-a13vp

Folgen der Einschränkungen : Jedes fünfte Unternehmen hält Existenz durch Corona für gefährdet

  • Aktualisiert am

Freie Tischwahl: Restaurants fürchten um ihre Existenz. Bild: dpa

Viele Unternehmen bangen um ihr Überleben als Folge der Corona-Einschränkungen. Vor allem Reisebüros, Hotels und Gaststätten sehen ihre Lage laut einer Umfrage als existenzbedrohend an.

          1 Min.

          Ein gutes Fünftel der deutschen Unternehmen sieht sein Überleben durch die Corona-Krise gefährdet. 21 Prozent geben in einer Umfrage des Münchner Ifo-Instituts an, dass die Beeinträchtigungen durch Corona als existenzbedrohend sind. „In den kommenden Monaten könnte sich eine Insolvenzwelle anbahnen“, sagte Forscher Stefan Sauer am Montag. Das betreffe vor allem die Dienstleister, von denen sich 27 Prozent als gefährdet eingestuft hätten. Im Handel seien es 18 Prozent, in der Industrie 17 und auf dem Bau nur 2 Prozent gewesen.

          Besonders schwierig beurteilten Reisebüros und Reiseveranstalter die Lage, von denen 85 Prozent ihre Existenz bedroht sehen. Bei den Hotels seien es 76 Prozent und bei den Gaststätten 67 Prozent gewesen. Aber auch 55 Prozent der Kreativen, Künstler und Unterhalter sorgten sich um ihre Zukunft. Es folgten die Schifffahrt mit 50 Prozent und die Filmbranche mit 48 Prozent.

          In der Industrie seien es vor allem die Metallerzeuger und -bearbeiter, die sich zu 53 Prozent für gefährdet hielten. Es folgten die Textilhersteller mit 38 Prozent, das Druckgewerbe mit 28 Prozent, die Lederbranche mit 27 Prozent und die Autohersteller und ihre Zulieferer mit 26 Prozent. Im Handel seien vor allem die Einzelhändler mit 21 Prozent betroffen, der Großhandel mit 15 Prozent weniger.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Der französische Präsident Emmanuel Macron am 1. März 2021 in einem Impfzentrum in Bobigny in der Nähe von Paris

          Corona-Krise in Frankreich : Der Präsident als Chefvirologe

          Im Kampf gegen die Pandemie richtet sich Frankreichs Präsident immer weniger nach dem Urteil seiner wissenschaftlichen Berater. Stattdessen lässt sich Emmanuel Macron selbst als Corona-Fachmann inszenieren. Das sorgt nicht nur bei Ärzten für Unmut.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.