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In der Corona-Krise : Die Leiden deutscher Unternehmen in China

Mitarbeiter der Flughafen-Sicherheit in Schanghai tragen nun auch Schutzkleidung. Bild: AFP

Nach der Vollbremsung der zweitgrößten Wirtschaft wird zwar wieder produziert. Doch nun fehlen die Käufer für die Waren – im Land selbst wie im Rest der Welt.

          3 Min.

          Nun auch noch Liebesentzug. Das Schlimmste, klagen deutsche Manager in China, sei nicht, dass die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt nach ihrer Vollbremsung Ende Januar viel langsamer wieder in Fahrt kommt als erhofft und den Niederlassungen deutscher Maschinenbauer und Autohersteller weiter Umsatzeinbrüche beschert. Auch die zunehmende Fremdenfeindlichkeit in Peking und Schanghai bereitet nicht die größten Sorgen – auch wenn unangenehm ist, dass Chinesen den Fahrstuhl verlassen, sobald ein Ausländer einsteigt, oder vor diesem auf dem Bürgersteig auf die andere Straßenseite flüchten. Denn groß ist die Angst im Land, dass das Coronavirus nun von jenseits der Landesgrenzen ins Land re-importiert werden und eine zweite Welle an Infektionen auslösen könnte.

          Hendrik Ankenbrand
          Wirtschaftskorrespondent für China mit Sitz in Schanghai.

          All das ist nicht so unangenehm wie das plötzliche Desinteresse der deutschen Konzernzentralen an ihren Tochtergesellschaften in Fernost. „Seitdem in Deutschland ein Unternehmen nach dem anderen Staatshilfe beantragt, interessiert sich dort kaum noch jemand für das, was in China geschieht“, berichtet ein Berater, der deutschen Mittelständlern im Reich der Mitte den Weg zu öffnen versucht auf den größten Absatzmarkt des Planeten.

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