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Bund-Länder-Beschluss : Der Gipfel der Verhinderung

  • -Aktualisiert am

An Ostern dürfte die Innenstadt von Oldenburg noch leerer bleiben. Dann geht Deutschland in einen noch härteren Lockdown. Bild: dpa

Keine Reisen in Deutschland und Zwangsruhe an Ostern: Auch der jüngste Corona-Beschluss verbietet viel und ermöglicht wenig. Motivierendes? Fehlanzeige. So wird das nichts.

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          Wer nach dem Corona-Krisengipfel Anfang März die Hoffnung schöpfte, dass es nun zumindest einen vorsichtigen Weg aus dem Lockdown gibt, der wurde in der Nacht von Montag auf Dienstag wieder jäh auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Erst strich die Bund-Länder-Runde die in Aussicht gestellten Familientreffen über Ostern. Dann wurde stundenlang verhandelt, ob wenigstens ein „kontaktarmer“ Campingurlaub im eigenen Bundesland erlaubt sein soll. Das Machtwort von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) lautete: Nein.

          Nach Mitternacht folgte dann der in kleiner Runde verhandelte Paukenschlag: Im Rahmen einer „erweiterten Ruhezeit zu Ostern“ soll Deutschland für fünf Tage in einen harten Lockdown gehen, mit einem Ansammlungsverbot in der Öffentlichkeit und erstmals auch geschlossenen Supermärkten an einem Werktag. Überspitzt gesagt: Wenn Deutschland schon beim Testen und Impfen anderen Ländern hinterherhinkt, setzt es zumindest bei den Schließungen neue Maßstäbe.

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