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Intensivpflegerin : „3500 Euro Einstiegsgehalt wären angemessen“

Clarissa Grußdorf, 29, Intensivkrankenpflegerin und Vorstandsmitglied des Bochumer Bundes. Bild: Stefan Finger

Clarissa Grußdorf ist Krankenpflegerin auf einer Intensivstation. Im Interview spricht sie über ihren Arbeitsalltag, das Ansehen ihres Berufs – und warum sie mehr verdienen will als eine Apothekerin.

          8 Min.

          Frau Grußdorf, Sie sind Krankenpflegerin auf einer Intensivstation in Aachen. Wie stark belasten Sie zurzeit die Corona-Fälle?

          Sebastian Balzter
          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
          Patrick Bernau
          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und „Wert“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Ziemlich stark. Das liegt vor allem daran, dass die Patienten ungeheuer pflegeaufwendig sind. Das bindet viel Personal. Und sie bleiben häufig sehr lange auf der Intensivstation, manche fünfzig Tage und länger. Früher mussten wir alle paar Monate mal einen Patienten auf den Bauch drehen, als eines der letzten pflegerischen Mittel. Das ist jetzt fast schon die Standardbehandlung. Vielen geht es so schlecht, ihr Organismus ist so geschwächt, dass wir als Pflegekräfte schon mit dem Rücken zur Wand stehen, sobald sie zu uns kommen. Das kannten wir vorher nicht so.

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