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Corona und die Folgen : 522 Gründe für eine Impfpflicht

Warten auf den Piks: Impfwillige in Hanau Bild: dpa

Die Impfquote ist zu niedrig, um die Pandemie zu stoppen. Fachleute haben frühzeitig gewarnt und wurden nicht gehört. Gibt es jetzt nur noch die eine Lösung?

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          Wie abgestumpft man geworden ist. Morgens im Bad, während des Frühstücks oder im Auto auf dem Weg zur Arbeit laufen die Radionachrichten, und wir können fast schon mitsprechen. „Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut binnen eines Tages 56. 677 Corona-Neuinfektionen gemeldet.“ Zuerst nennt die Sprecherin die Zahl der Infektionen, dann die Inzidenz, dann die Toten. Auf dem Herd brennt der Brei für das Kind an, die Ampel auf dem Weg zur Arbeit springt auf Grün. „Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 522 Todesfälle verzeichnet.“ Schuhe anziehen, Auto parken, nächste Meldung.

          Johannes Pennekamp
          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaftsberichterstattung.

          Routiniert wird besprochen, was keine Routine sein darf. Die Menschen, die „an oder mit Corona“ sterben, sind oft alt und vorerkrankt, heißt es dann. Diejenigen, die noch abgestumpfter sind als wir selbst, sagen: Viele von ihnen wären auch ohne das Virus heute nicht mehr am Leben. 522 Tote an einem Tag, gemeldet vom RKI zum Beispiel am vergangenen Donnerstag. Der Airbus 380, das größte Passagierflugzeug der Welt, bietet auf zwei Decks 520 Menschen Platz. Täglich ein Absturz, niemand überlebt, unter den Opfern sind auch einige Schwangere. Die werdenden Mütter, die sich noch nicht haben impfen lassen, sind jetzt besonders gefährdet. Intensivmediziner erzählen Horrorgeschichten: Das Kind konnte per Kaiserschnitt auf die Welt geholt werden, die Mutter stirbt. Nächste Meldung.

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