Schiff verstopft Nadelöhr :
Der „schwarze Schwan“ im Suezkanal

Von Christoph Hein, Singapur
Lesezeit: 5 Min.
Ein Bagger schaufelt Sand am Ufer des Suezkanals nachdem in der Nacht zum Mittwoch das Containerschiff auf Grund gelaufen ist.
Einer der größten Containerfrachter der Welt blockiert die Arterie des globalen Handels. Das bekommen auch deutsche Firmen zu spüren. Spezialisten müssen jetzt zur Bergung ran.

Als bei Reedern in Taipeh, bei Ölhändlern in Singapur, bei Versicherern in London, bei Herstellern von Fernsehern im Westen Chinas und bei holländischen und japanischen Bergeunternehmen gleichzeitig die Telefone klingelten war klar, dass eine Katastrophe drohte. Eine der Arterien des Welthandels, der Suezkanal, war blockiert. Seit Dienstag liegt eines der größten Containerschiffe der Welt, die erst knapp drei Jahre alte „Ever Given“, diagonal verkeilt im Kanal. Eine Stahlwand, mit 400 Metern länger als der Berliner Fernsehturm hoch ist. 

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