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Gründerhalle „Scale 11“ : Auf Partnersuche auf der Cebit

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In der Halle 11 präsentieren sich auf der Cebit junge Unternehmen auf der Suche nach neuen Unterstützern. Bild: Cebit / Pressefoto

In der Messehalle 11 suchen junge Unternehmen nach neuen Unterstützern - und alte Konzerne nach der Zukunft.

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          Der Countdown für die Zukunft der Digitalwirtschaft läuft analog. Sieben Minuten haben die jungen Unternehmer Zeit, die am Montag auf einer Bühne in der Halle 11 der Computermesse ihre Geschäftsideen präsentieren. Die Zeit misst der Moderator per Hand auf einer großen, runden und grauen Stoppuhr, die Kinder der siebziger, achtziger oder neunziger Jahre vielleicht noch aus dem Sportunterricht kennen. „Ist meine Zeit schon vorbei?“, fragt eine Unternehmerin, als der Moderator während ihres Vortrages auf das Zifferblatt schaut. „Noch zwei Minuten“, antwortet er. Die Frau muss sich sputen, um den rund zwei Dutzend Zuschauern noch alle Präsentationsfolien zu ihrer Geschäftsidee zu zeigen.

          Die einem Schnellboot nachempfundene Gründerbühne ist ein Teil der Gründerhalle „Scale 11“ auf der Cebit, die die Frankfurter Allgemeine Zeitung als Medienpartner unterstützt. Insgesamt haben hier nach Messeangaben fast 350 junge Unternehmen ihr Quartier aufgebaut. An kleinen Ständen stehen und sitzen die Gründer und warten darauf, dass die Vorbeigehenden sie ansprechen – oder sie sprechen sie einfach selbst an. Auf Bildschirmen und Stellwänden präsentieren sie ihre Produkte, Dienstleistungen oder Lösungen – von der Smartphone-Anwendung, die die Parkplatzsuche leichter machen soll, bis zum Anbieter von Rechenzentren, die ihren Energiebedarf aus Windkraft decken. Das Ziel: Sie wollen unter den Besuchern der seit zwei Jahren zur Fachmesse gewandelten Cebit Partner finden oder weitere Investoren von ihren Geschäftsmodellen überzeugen. Mit mehr als 220.000 Besuchern rechnet der Cebit-Organisator, die Deutsche Messe AG in Hannover. Dass davon ein Gutteil auch durch die Messehalle 11 schlendert, hoffen die hier ausstellenden Start-ups.

          Auch Etablierte sind in der Halle

          Dabei finden sich in der Halle längst nicht nur junge und aufstrebende Unternehmen. Zu den Ausstellern hier gehören zum Beispiel auch der Automobilzulieferer Schaeffler, der Softwarehersteller SAP oder der Energiekonzern EnBW. Sie suchen gleichermaßen nach der Zukunft für ihre bisherigen Geschäftsmodelle. Oder sie wollen ihre Zukunftsfähigkeit unter Beweis stellen. So wirbt SAP unter den jungen Unternehmen für seine Dienstleistungen aus der Sparte Datenanalyse und -verwaltung. EnBW und Schaeffler zeigen dagegen Lösungen für die vernetzte Mobilität sowie die Elektromobilität.

          Diese Suche nach der Zukunft haben die Etablierten aber auch mit den Unternehmen gemeinsam, die ein paar Meter weiter in der selben Halle um Nachwuch werben. Unter dem Stichwort „Job & Career“ halten dort selbst Unternehmen nach Mitarbeitern Ausschau, die per se nicht direkt in der IT-Industrie zu verorten sind, etwa die Drogeriemarktkette Rossmann oder das Modeunternehmen Hugo Boss. 43.000 offene Stellen gebe es für Spezialisten in der IT-Branche, verkündete der Technik-Branchenverband Bitkom in der vergangenen Woche. Wegen der anhaltenden Digitalisierung sind Computerspezialisten, Programmierer und IT-Fachleute gerade sehr begehrt.

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