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Computer : Doch kein Verlust bei Compaq

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Compaq-Chef Michael Capellas Bild: AP

Mit einer kleinen Überraschung kann Compaq aufwarten: Der PC-Hersteller hat im vierten Quartal schwarze Zahlen geschrieben.

          Mit unerwartet guten Nachrichten kann Compaq aufwarten: Entgegen den bisherigen Prognosen dürfte der zweitgrößte PC-Hersteller im vierten Quartal doch schwarze Zahlen geschrieben haben. Auch der Umsatz wird mit über acht Milliarden Dollar höher ausfallen als erwartet. An der New Yorker Börse kletterte der Aktienkurs zeitweilig um über vier Prozent.

          Ohne weitere Details zu nennen, machte Compaq eine “solide Entwicklung im Markt“ für das über den Erwartungen liegende Ergebnis verantwortlich. Die Zahlen sollten am 16. Januar veröffentlicht werden. Ein Unternehmenssprecher sagte, die Bücher für das vierte Quartal seien noch nicht geschlossen, und deshalb halte sich Compaq mit Details noch zurück.

          Starkes Weihnachtsgeschäft

          Der Konzern hatte zuvor einen Umsatz von 7,6 bis 7,8 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt. Analysten gingen von einem Verlust von drei Cents je Aktie aus. Nach Meinung einiger Experten haben die stärkeren Verkäufe von PCs in der Weihnachtszeit zur Umsatzentwicklung von Compaq beigetragen. Daneben flauten die Auswirkungen der Terrorangriffe vom 11. September im vierten Quartal ab. Die von Compaq genannten vorläufigen Zahlen seien ermutigend, die Ziele des Unternehmens seien jedoch “konservativ“, bemerkte Megan Graham-Hackett, Analystin bei S&P Equity Group.

          James Poyner, Analyst bei C.E. Unterberg, sagte, es bleibe die Frage, wie nachhaltig die Gewinnentwicklung von Compaq sein werde. Im März neigten die Computer-Umsätze dazu, schwächer zu tendieren. “Im ersten Quartal wird es nicht die Verbraucher geben, wie es sie im vierten Quartal gegeben hat.“ Auch Sunil Reddy von Fifth Third Bancorp warnte vor zu viel Optimismus: „Man muss immer aufpassen, wenn die Erwartungen gering sind und es vor allem in der Weihnachtszeit zu hohen Verkäufen kommt.“

          Skepsis der Fusionsgegner dürfte bleiben

          Trotz der überraschenden Zahlen rechnen Beobachter nicht damit, dass die zahlreichen skeptischen Investoren wie die Hewlett-Packard-Erben ihre ablehnende Haltung zur Compaq-Übernahme durch HP überdenken werden. Den Kritikern ginge es weniger um die kurzfristige Profitabilität von Compaq, sondern um die langfristigen Erfolgschancen einer Fusion, so Reddy.

          HP hatte Anfang September angekündigt, den Rivalen für 24 Milliarden Dollar zu übernehmen. In den vergangenen Wochen war der Widerstand gegen die Fusion gestiegen, nachdem die Hewlett- und Packard-Familien sowie die Packard-Stiftung, die zusammen 18 Prozent an HP halten, sich gegen die Übernahme ausgesprochen hatten.

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