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CO2-Grenzwerte : Elektroautos durch die Hintertür

  • -Aktualisiert am

Finanziell betrachtet sind Elektroautos für die Hersteller ein riesiger Flop. Je nachdem, wie sie in der Klimabilanz angerechnet werden dürfen, könnten sie sich aber doch lohnen.

          Elektroautos mögen notwendig sein, um das Klima zu retten oder unabhängiger vom Öl zu werden, und sie werden eines Tages vielleicht die Luft in den Innenstädten chinesischer Städte verbessern - aus finanzieller Sicht sind sie für die Autoindustrie ein riesiger Flop: Die Hersteller stecken Milliarden in die Entwicklung der Batteriefahrzeuge, verkaufen sie aber nur in homöopathischen Stückzahlen, weil die Verbraucher nicht mehr Geld für ein Auto ausgeben wollen, das weniger kann als ihr jetziger Wagen.

          Umso beharrlicher dringt die Autoindustrie im Kanzleramt auf Unterstützung gegenüber den Regulatoren in Brüssel, wenn es um die CO2-Grenzwerte geht. Die Mehrfachanrechnung der Elektroautos in der Klimabilanz ist für die Autohersteller ein wichtiges Mittel, damit sich die Batterievehikel durch die Hintertür doch noch indirekt lohnen. Sie ermöglichen Audi, BMW und Mercedes, mehr von den schweren und viel Sprit verbrauchenden Geländewagen zu verkaufen, die beim Autokäufer so beliebt sind. Das ist legitim. Zur Transparenz der Klimaschutzregeln trägt es aber nicht bei. Denn die Grenzwerte werden verwässert, ohne dass jemand noch den Durchblick hätte.

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