Bankenbeben: Was die Politik tun sollte
- -Aktualisiert am
Das Vertrauen ist weg: Crédit Suisse in Zürich Bild: Johannes Ritter
Mehr Eigenkapital stärkt das Vertrauen in die Banken. Einen Run verhindert es aber nicht unbedingt. Ein Gastbeitrag des Präsidenten des Ifo-Instituts.
Die Krisen der Silicon Valley Bank und der Credit Suisse haben die Finanzwelt erschüttert. Während Politiker und Notenbanken beschwichtigen, kommen die Märkte nicht zur Ruhe. Banken, die eben noch gesund schienen, geraten in Liquiditätsprobleme. Die Zinserhöhungen der Notenbanken sind ein wichtiger Treiber der Krise. Sie führen dazu, dass zuvor durch expansive Geldpolitik aufgeblähte Marktwerte von Anleihen und anderen langfristigen Vermögensanlagen wie Immobilien und Aktien fallen.
Gleichzeitig steigen die kurzfristigen Zinsen stärker als die langfristigen. Das führt dazu, dass die Banken den Kontoinhabern entweder höhere Einlagenzinsen gewähren oder damit rechnen müssen, dass zumindest die aufgeweckteren Anleger ihre Gelder abziehen und zu besseren Konditionen woanders anlegen.
Jetzt 30 Tage kostenfrei testen 2,95 € / Woche
Jetzt kostenfrei Zugang abonnieren?